Bier zum Kochen? Aber klar doch!

Bier zählt zu hierzulande zu den beliebtesten Getränken. Und wen wundert’s? In keinem Land der Welt gibt es derart viele Brauereien und Biersorten, unter denen für fast jeden Geschmack etwas dabei ist. Übrigens ist der deutsche Aromahopfen auch eine unverzichtbare Zutat für Bier aus aller Welt. Sogar brasilianische Brauereien importieren ihn, um qualitativ hochwertiges Bier brauen zu können.

Dass sich Bier auch zum Kochen eignet, liegt fast auf der Hand, handelt es sich doch um das einzig nennenswerte Getränk aus Getreide. Damit zählt es auch nicht zu den Süßgetränken, obwohl einige Varianten durchaus ein süßliches Aroma aufweisen.

Als Zutat für zahlreiche Kochrezepte ist es aber vor allem durch seine manchmal herbe und oft salzige Note gefragt. Natürlich eignet sich nicht jedes Bier für jedes Rezept, daher lohnt sich ein etwas näherer Blick. Übrigens: Auch Nicht-Biertrinker greifen durchaus zur Flasche, wenn sie einem Gericht die besondere Note verleihen wollen.

Welches Bier passt zu welchem Rezept?

Welches Bier zu welchem Rezept passt, ist rasch zu erkennen. Orientiert euch einfach an der Trinkempfehlung, dann kann es in der Regel auch mit auf die Zutatenliste kommen.

Leichte Speisen, Vorspeisen, Salate, kaltes Buffet:

Eine Vorspeise, aber auch ein Salat oder der kleine Snack sollte nicht schwer im Magen liegen, sondern leicht verdaulich sein. Denn wenn ihr die Vorspeise als Teil eines mehrgängigen Menüs vorgesehen habt, sollte niemand mitten im Hauptgang erschöpft die Gabel fallen lassen. Und wenn es sich um die kleinen Snacks für eine Party handelt, wollen die Leute tanzen, lachen und Spaß haben – und all dies ist mit vollem Magen nicht halb so schön.

Das Bier, ob zum Trinken oder als Zutat im Essen, sollte entsprechend leicht sein: Kölsch, Pils, gerne auch Hefe- oder Kristallweizen bieten sich optimal an.

Hauptgänge, kräftige Fleischgerichte, Eintöpfe:

Hier sind kräftige, gerne auch malzige Biere gefragt. Malzbier, dunkles Landbier, Schwarzbier oder auch Dunkelbock harmoniert nicht nur optisch mit dem Gericht auf dem Teller, sondern sorgen auch mit ihrem Aroma für den richtigen Kick.

Besonders deutlich wird das beim Schmorhuhn in einer Bier-Zwiebel-Soße: Der braune Zucker sorgt für ein leichtes Karamellisieren der Zwiebeln – und dieses Aroma wird durch den Malzgeschmack im Bier noch zusätzlich verstärkt. Der Alkohol verschwindet beim Kochen leider nicht komplett. wenn Kinder mitessen, empfehle ich daher das alkoholfreie Malzbier als Zutat. Andernfalls könnt ihr euch aber auch für ein normales Dunkelbier entscheiden, das nicht ganz so süß schmeckt.

Dessert:

Die Nachspeise ist häufig etwas mächtiger – als Abschluss eines guten Essens darf sie das aber auch sein. Wahrscheinlich kommt jetzt auch bei euch etwas Süßes auf den Tisch, das wunderbar mit der Karamellsüße eines Bockbiers harmoniert. Nach herben, hopfenlastigen Bieren steht jetzt wahrscheinlich kaum noch jemandem der Sinn. Dafür darf es jetzt etwas malziger und vielleicht auch eine Spur eleganter zugehen. Vielleicht habt ihr sogar unter den hochwertigen Craft Bieren euer liebstes Bockbier gefunden? Als reine Kochzutat würde ich zwar nicht zur teuersten Flasche greifen, als abschließendes Getränk kann sie aber die Krönung eines festlichen Essens sein.

Falls ihr eure Gäste überraschen wollt: Serviert bei jedem Gang die Biersorte, die sich auch im Essen befindet. Da freut sich selbst der verwöhnteste Gourmet!


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Von: Peter Seher
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