Die Kohlroulade ein leckeres Erlebnis

Bestimmte Gerichte mag ich klassisch. Dazu gehören definitiv Kohlrouladen. Für dieses Rezept wurde eine Reis Hackfleischfüllung verwendet. Die Zubereitung des Gerichtes ist sicherlich etwas aufwendig. Jedoch lohnt sich der Aufwand. So darf sich der Koch oder die Köchin gern dabei auch ein Glas Rotwein genehmigen. Schließlich sollten alle Zutaten gekostet werden:-)

Wie die Kohlrouladen ein leckeres Erlebnis werden, erfahrt Ihr hier.

Einen kleinen Topf mit Wasser erhitzen und eine handvoll Reis darin bissfest garen. Den Reis durch ein Sieb geben, zur Seite stellen und abkühlen lassen.

So werden die Blätter vom Weißkohl entfernt

Es gibt die verschiedensten Herangehensweisen, wie die Blätter vom Kohlkopf gelöst werden können, ohne diese zu zerreißen. Es gibt folgende Varianten: Kohl im ganzen kochen und Blätter lösen, Blätter vom rohen Kohl lösen, Kohl nur „kurz“ blanchieren und vieles mehr. Ich habe vieles ausprobiert. Häufig sind mir die Blätter zerissen. Letztendlich bin ich bei folgender Variante geblieben:

Dafür schneide ich mit einem spitzen langen Messer den Strunk aus dem Kohl heraus. Jetzt könnte man evtl. schon einzelne Blätter abnehmen, bei mir sind sie jedoch jedes mal gerissen. Also habe ich einen großen Topf mit Wasser aufgesetzt. Sobald das Wasser kocht, Salz hinzugeben und den ganzen Kohl in das kochende Wasser geben.

Wie lange sollte der Weißkohl kochen?

Nun darf der Kohl unter gelegentlichem wenden ca. 30 Minuten köcheln. Dabei können die äußeren Blätter nach und nach vom Kohl gelöst werden. Dabei führe ich eine flache Schaumkelle vorsichtig unter das äußere Blatt und löse es. Ich habe immer mal wieder gelesen, daß man den ganzen Kohl nur 3 Minuten blanchieren muß und daß sich die Blätter danach ohne weiteres lösen lassen. Ist mir nie gelungen. Sollte es Euch gelingen…um so besser 🙂

Die einzelnen Blätter für das Wickeln der Kohlrouladen vorbereiten

Die Weißkohlblätter herausnehmen und zur Seite legen. Sobald genügend Blätter, ca. 16, für 8 Kohlrouladen zusammen gekommen sind, müssen diese Blätter evtl .nochmals etwa 5 Minuten in das heiße Wasser gegeben werden. Die Blätter sollten nun nicht mehr steif sein, aber auch nicht zu weich. In beiden Fällen würden sie sonst beim Wickeln brechen oder reißen. Hier empfiehlt es sich, den richtigen Garpunkt beim üben zu finden. Kocht einfach ein paar Blätter etwas länger, andere widerrum etwas kürzer. Später beim wickeln könnt ihr so herausfinden, welche Konsistenz sich am besten dazu eignet, weiter verarbeitet zu werden.

Den Strunk abschneiden

Den dicken Strunk entlang der Rippe im untern Teil keilförmig abschneiden. Dieser läßt sich in der Regel schlecht bis gar nicht einrollen. Das Kochwasser wird für die weitere Verwendung zur Seite gestellt. Die herausgeschnittenen dicken Strunkstücke klein schneiden. Diese werden später für die Zubereitung der Soße verwendet. Evtl. gerissene und somit nicht für die Kohlrouladen verwendete Blätter ebenso klein schneiden und zur Seite stellen.

Die Reis Hackfleischfüllung zubereiten – so einfach ist das

Für die Füllung werden 1 kg gemischtes Hackfleisch mit 2 Eiern, 1 sehr klein geschnittene Zwiebel, 2 TL Senf, einem aufgeweichten Brötchen, 2 TL gerebelten Majoran, ½ TL Thymian, 1 TL Oregano, ½ sehr fein geschnittenen Möhre und dem gekochten Reis gut miteinander vermischt. Abschmecken und ggfs. nachwürzen. Hat der Weißkohl schon einen sehr deftigen Eigengeschmack, so mag ich dennoch eine würzige Füllung haben. Die Aromen sorgen später für eine sehr leckere Soße.

Kohlrouladen befüllen und wickeln – das ist kein Hexenwerk

Für 8 Kohlrouladen Küchengarn  abschneiden. Schneidet ca. 50 cm ab. Lieber etwas mehr Garn zur Verfügung haben, als später beim wickeln feststellen zu müssen, daß die Länge nicht aussreicht. Das hat bei mir schon zu diversen Flüchen in der Küche geführt, da danach definitiv die Kohlroulade wieder auseinander fällt, die Blätter reißen und es einfach nur nervig ist. 🙂

Für die Kohlrouladen legt man 2 Blätter versetzt aufeinander, fügt eine gute handvoll der Hackfleischfüllung hinein und rollt dies vorsichtig zu einem Bündel zusammen. Zuerst lege ich die Kohlroulade längs auf das Garn und verpacke diese ähnlich wie ein Geschenk. Achtet darauf, daß die Schnüre sich 3x kreuzen müssen. Einmal aussen, in der Mitte und wieder aussen. (Sobald ich das Gericht wieder koche, stelle ich auch ein paar Bilder hierzu rein). Die Enden abschneiden und die gewickelte Kohlroulade zur Seite legen. Dies wiederholt man mit den restlichen Rouladen ebenso.

Wie lang sollten die Kohlrouladen braten

Einen großen Topf mit Butterschmalz erhitzen und die Kohlrouladen darin portionsweise ca. 5-8 Minuten runderherum braun anbraten. Wir sagt man so schön…Röstaromen…habe ich auch nur irgendwo aufgeschnappt 🙂 Die angebratenen Rouladen herausnehmen und zur Seite stellen.

Zubereitung der Soße für Kohlrouladen

Manchmal lese ich die Frage, welche Soße für Kohlrouladen am besten geeignet ist. Diese Frage stellt sich meiner Meinung  nach gar nicht. Kohlrouladen sind ja ein klassisches Schmorgericht. Da heißt, die Soße entsteht bereits beim kochen. Nachdem die Rouladen fertig gekocht sind, wird die Soße lediglich noch verfeinert und ggfs. durch ein Sieb passiert, um die großen Stücke herauszufiltern. Geschmacklich sollte eine Soße das Gericht begleiten und nicht extra darüber gestülpt werden.

So einfach ist das

Für die Soße setzt man einen großen Topf mit einem EL Butterschmalz an, fügt sodann in Würfel geschnittenen Speck und Zwiebeln hinzu. Nach weiteren 5 Minuten werden die grob geschnittenen Kohlblätter dazu geben. Kurz anbraten, mit 2-3 EL Tomatenmark verrühren, mit 300 ml Rotwein ablöschen und einkochen, bis ein sämiger Sud entstanden ist.

Nun wird das zur Seite gestellte Kohlwasser hinein gegossen, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss fügt man die vorbereiteten Kohlrouladen hinein und lässt alles zusammen etwa 45 Minuten bei niedriger Stufe und geschlossenem Deckel sanft schmoren. Nach dem Ende der Schmorzeit, werden die Kohlrouladen herausgenommen, um die Soße noch zu verfeinern.

Die Soße verfeinern

Ich bin ein Fan von viel Soße zum Gericht. Je nach Belieben kann also nun die Soße mit Wasser verlängert werden. Sollte sie zu dünnflüssig sein, so verrührt man 1-2 TL Kartoffelmehl klümpchenfrei in einer Tasse mit kaltem Wasser. Zur Soße geben, aufkochen und ein paar Minuten kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen

Wer mag kann die Soße nun durch ein Sieb passieren und in einem Topf auffangen. So werden die Kohlstückchen und Zwiebeln heraus gefiltert. Man kann aber auch alles mit einem Pürierstab pürieren oder man läßt einfach alles drin. Da sind die Geschmäcker eben verschieden.

Die Beilage zu Kohlrouladen

Hier ist die Auswahl sicherlich auch wieder groß. Gehört habe ich von Reis, Knödel, Kartoffelbrei, sogar Gnocchi habe ich schon gelesen. Mir persönlich fallen jedoch nur die ganz schnöden Kartoffeln ein. Da dies für mich dies die klassische Beilage für Kohlrouladen ist, gab es auch Kartoffeln dazu. Die lassen sich so schön in der Soße zerdrücken 🙂

 


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Von: Peter Seher
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