Garen in Alufolie

Der kreative Schnellkochtopf für unsere ungeduldigen Express Köche

Tatsächlich gibt es zahlreiche Lebensmittel, die uns Köche mächtig auf die Probe stellen, da sie einige Zeit benötigen, um gar zu werden. Die längeren Kochzeiten verursachen zudem mehr Energiekosten. Außerdem reduziert intensives Kochen und Garen die Vitamine, Aromen und die Nährstoffe. Hier bilden Schnellkochtopf und Dampfdrucktopf eine wirkliche Bereicherung, denn beide verbrauchen bis zu 60 Prozent weniger Energie und schonen zugleich die Nährstoffe.

Doch keine Sorge: Ihr müsst bei diesem Rezept nicht gleich tief in die Tasche greifen und einen Schnellkochtopf anschaffen. Wir machen uns lediglich ein vergleichbares Funktionsprinzip zu Nutze, indem wir in der Alufolie garen. In vielen Fällen hat sich dies gerade im Hinblick auf Fisch durchgesetzt. Denn so zaubert ihr ein herrliches Aroma und trefft die perfekte Garstufe. Das macht sich schlussendlich in den Aromen und im Eigengeschmack bemerkbar. Die Nährstoffe bleiben erhalten und der Fisch wird saftig und zart.

Ist kochen in Alufolie eigentlich schädlich?

Für all diejenigen, die aus den Medien erfahren haben, dass sich die Alufolie und Aluminium auf den Fisch und die Nahrungsmittel übertragen, habe ich die folgenden Ausführungen konkretisiert. Erst 2015 hat sich die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – die EFSA – mit dieser Thematik befasst und im Labor Lebensmittel, die in Aluminiumfolie garen, untersucht. Man hatte die Lebensmittel in Alufolie eingewickelt und sie dann für drei Tage in den Kühlschrank gegeben. Im Prinzip stellte man einen unterschiedlich hohen Gehalt an Aluminium in den Lebensmitteln fest.

Die Tester haben sich die Markenhersteller wie Toppits ebenso vorgenommen wie Discounter Produkte aus dem Lidl und ALDI. Den aktuellen Untersuchungen zufolge liegt eine tolerierbare Menge von Aluminium bei einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Folglich kann ein Erwachsener, der 60 kg auf die Waage bringt, eine Tageshöchstdosis von 8,6 mg Aluminium aufnehmen, ohne dabei ernst zu nehmende Konsequenzen befürchten zu müssen. Eines muss ich an dieser Stelle bemerken, die Zubereitung und das Garen in Aluminiumfolie haben teilweise die Werte in den Lebensmitteln ansteigen lassen. So solltet ihr in der Zubereitung von Fischgerichten lediglich einzelne Stücke Fisch in Aluminium zubereiten und keine ganzen Mahlzeiten.

Gibt es Alternativen zur Alufolie?

Nach den weniger erfreulichen Ergebnissen fragt ihr euch zu Recht, ob es eigentlich auch eine Alternative zur Alufolie gibt. Tatsächlich kennt die jahrzehntealte Küche wirklich schmackhafte Alternativen zum schonenden Garen. Viel dekorativer als handelsübliche Alufolie sind zum Beispiel getrocknete Maisblätter. Vor der Zubereitung werden sie einfach in Wasser eingeweicht. Dann können Gemüse und Fisch darin eingewickelt werden. Auch Bananenblätter können in spezifischen Onlineshops oder im Feinkosthandel bestellt werden und liefern zudem noch exotische Aromen. Weitere Neuentwicklungen beziehen sich auf Grillfolie aus Zedernholz oder Baumrinde, die zum Beispiel gerade unserem Fisch ein herrlich rauchiges Aroma verleiht.

Bio Folie: Ja, ihr habt richtig gelesen. Mittlerweile wurde aus Bio Baumwolle, Olivenöl, Hanffasern und Bienenwachs sowie Harz eine spezifische Folie hergestellt, die aus natürlicher Hinsicht antibakteriell wirkt und eine merkliche alternative zur Alufolie darstellt. Und das Beste: Nach der Verwendung spült ihr sie einfach mit lauwarmem Wasser ab, um sie immer wieder zu verwenden. Das schont euren Geldbeutel und die Umwelt.


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Von: Peter Seher
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