Grillen im Sommer

Grillen: Eine Glaubensfrage?

Die meisten Menschen sprechen nach wie vor vom Grillen, zunehmend setzt sich aber auch hierzulande die englische Bezeichnung BBQ durch. Doch ganz gleich, wie man ihn nennt: Der sommerliche Freizeitspaß ist sprichwörtlich in aller Munde. Ein guter Grund also, einige wichtige Fakten zusammenzutragen, die das Gemeinschaftserlebnis nochmal so schön werden lassen.

Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill?

Kaum kommen mehr als drei Leute bei der Gartenparty zusammen, werden die höchst unterschiedlichen Philosophien erkennbar. Insbesondere Männer, die ja meist die familiäre Grillzange schwenken dürfen, versammeln sich nur allzu gern dort, wo es sprichwörtlich um die Wurst geht. Hier trinkt man(n) dann gemeinsam ein Bierchen und diskutiert. Dabei geht es entweder um Fußball oder um die Grillmethode. Zum ersten Punkt soll an dieser Stelle nichts gesagt werden – dafür lassen sich aber die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Grillarten aufzeigen.

Holzkohlegrill:

Der traditionelle Holzkohlegrill ist eine Sache für Puristen, aber auch für Gourmets. Für Letztere jedenfalls dann, wenn diese das typische Raucharoma zu schätzen wissen, das durch in die Glut tropfendes Fett entsteht. Der Haken dabei: Genau dieser Rauch enthält giftige Substanzen, die krebserregend sein können. Da sich aber wahrscheinlich niemand den ganzen Sommer hindurch vom Holzkohlegrill ernähren wird, sondern dieser letztlich doch nicht allzu oft zum Einsatz kommt, braucht man hier nichts zu dramatisieren. Ein klarer Vorteil des Holzkohlegrills ist die Flexibilität: Da er weder Gaskartusche noch Stromanschluss benötigt, kann er auch in den Park oder an den Strand mitkommen. Und dort schmeckt Gegrilltes bekanntlich gleich noch einmal so gut. Übrigens ist der Holzkohlegrill die Grillart, von der es am meisten Varianten gibt. Ein Tipp noch für all jene, die keine Lust auf Raucharoma haben: Im Handel gibt es spezielle Aluminiumschalen, auf die das Grillgut aufgelegt wird. Damit lässt sich das Grillgut auch einfacher zu Tisch transportieren.

Gasgrill:

Im Prinzip sind Gasgrills ähnlich flexibel wie Holzkohlegrills. Denn eine Gasflasche kann man genauso gut an den Strand schleppen wie einen Sack Holzkohle. Wohlgemerkt, im Prinzip. Fakt ist aber, dass man für die Holzkohle für die spontane Grillsause sogar an vielen Tankstellen und manchem Kiosk bekommt. Wer aber am Sonntagabend um 8 loszieht, um eine Gasflasche aufzutreiben, der hat es deutlich schwieriger. Wer aber nur zu Hause grillt, hat klare Vorteile. Denn die 5kg-Standardflasche reicht für fast den ganzen Sommer. Damit ist ein Gasgrill deutlich preiswerter zu betreiben als der Holzkohlegrill. Zudem ist er binnen kürzester Zeit betriebsbereit und erzeugt keine Asche. Das typische Holzkohlearoma fehlt natürlich auch – was mancher als Vorteil ansieht, manch anderer aber definitiv bedauert.

Elektrogrill:

Ein Elektrogrill ist minutenschnell auf Temperatur gebracht, raucht nicht, stinkt nicht, macht keinen Lärm und keine Asche und ist vergleichsweise ungefährlich. Außerdem kann er als einziger Grill auch in der Wohnung betrieben werden. Das muss er sogar, wenn sich draußen ein Sommergewitter ankündigt. Bereits wenige Tropfen können gefährlich sein und den Grill außerdem irreversibel beschädigen. Fakt ist auch, dass ein Elektrogrill so viel Strom verbraucht, dass man ihn nicht per Batterie betreiben kann. Zwar sind die entstehenden Kosten trotzdem deutlich unter jenen für die Grillkohle des Vergleichsgeräts, dennoch ist man natürlich weniger flexibel. Jedenfalls in Bezug auf den Standort – dafür kommt der Elektrogrill durchaus auch mal im Winter zum Einsatz. Beim Elektrogrill scheiden sich wohl die meisten Geister: Während die einen nicht mehr ohne ihren Elektrischen leben wollen, sprechen ihm Grillpuristen sogar die Zugehörigkeit zu den Grills ab.

Sicherlich konnten an dieser Stelle nicht alle Fragen beantwortet werden. Aber vielleicht genügen die Informationen, um für die nächste Diskussion am Grill gewappnet zu sein.


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Von: Anno Stock
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