Knoblauch hacken oder zerstampfen?

Oft wird der Knoblauch der Bequemlichkeit halber einfach in die Presse gelegt und zerstampft. Das mag zwar schneller gehen als das Schneiden, doch verändert das auch den Geschmack zum Negativen. Immerhin ist die Oberfläche der Knolle dann größer und sie hinterlässt im Essen zu viel ihres Aromas. Außerdem sind die Pressen meist aus Metall angefertigt, dessen Partikel mit in den Knoblauch übergehen. Daher schneidet man die Zehen am besten mit einem scharfen, großen Messer.

Zum Schälen soll man die Ränder übrigens nicht anschneiden. Ansonsten entfernt man dabei auch Teile, die eigentlich nutzbar sind. Stattdessen hält man die Klinge des Messers horizontal und drückt damit gegen den Knoblauch. Dabei löst sich dann die Schale und sie kann ganz einfach abgezogen werden. Nun schneidet man das Gemüse in Scheibchen und zerhackt diese, bis nur noch winzige Würfel übrig sind. Zu klein sollten diese jedoch nicht sein, da der Knoblauch so auch leichter anbrennt.

Was kann der Knoblauch?

Die Gemeinsamkeiten, die die Länder der Welt vereinen, lassen sich an einer Hand abzählen. Sie alle haben etwa Sprache, Liebe, Religion – und Knoblauch! Tatsächlich gib es keine Kultur, die ohne die kleinen Knollen würzt. Ihr Siegeszug erlebte bisher nur eine Niederlage. Im Mittelalter hatte die katholische Kirche dem Knoblauch den Kampf angesagt, da er angeblich als Aphrodisiakum missbraucht wurde und das eben mit der damaligen Prüderie nicht einherging.

Heute ist die Pflanze wieder anerkannt und ihr Genuss sogar von der Medizin angeraten. Schließlich finden Forscher immer mehr gesunde Wirkungen, die die Knollen auf den menschlichen Körper haben. Für die meisten davon ist der Stoff Allicin verantwortlich, der Antioxidantien liefert und so freie Radikale bindet und dabei hilft, die Haut jung und geschmeidig zu halten.

Einen ähnlichen Effekt hat das Allicin zudem auch auf die Arterien. Deren Gefäße verjüngt es ebenfalls und hilft so dabei, Arteriosklerose zu verhindern. Zudem macht Knoblauch das Blut flüssiger und senkt so den Blutdruck. Hierdurch transportiert der Körper mehr Sauerstoff, wovon letztlich auch die Funktionen des Gehirns profitieren. Das brachte Forscher bereits auf den Gedanken, Knoblauch könne Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer lindern, was aber noch nicht als wissenschaftlich gesichert gilt.


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Von: Peter Seher
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