Kommt die Tomatensoße aus Italien?

Eigentlich stammt die Tomate aus Südamerika. Dort wurde sie schon vor knapp 2200 Jahren von den Mayas und Inkas angebaut. Sie bezeichneten sie als „xitomatl“, was so viel wie „Frucht des Nabels“ bedeutet.

Auf den europäischen Markt brachte sie kein Geringerer als Christopher Columbus höchstpersönlich. Dann passierte jedoch zunächst einmal gar nichts. Der Hybrid aus Frucht und Obst war den Leuten einfach zu rot – eine Farbe die man größtenteils mit dem Teufel und Gefahr assoziierte. Zugleich stand das Rote aber auch für Fruchtbarkeit und die Liebe. Und ist es kaum verwunderlich, dass zuerst die Italiener auf den Geschmack der Tomate kamen – immerhin sind sie ja das Volk der heißblütigen Südländer. Sie kultivieren die Pflanze seit mindestens Anfang des 18. Jahrhunderts – so weit reicht die erste schriftliche Erwähnung zurück. Bald fanden sie zahlreiche Methoden das Fruchtgemüse zuzubereiten und erdachten unter anderem den Klassiker Tomatensoße. Deutschland brauchte etwas länger, um sich mit der Tomate anzufreunden. Sie kam erst kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts auf unsere Teller.

Wie gesund ist die Tomate?

Bis vor einiger Zeit hielt man sie noch für krebserregend und mal ehrlich: Dem grünen Stumpfen misstrauen wir doch alle ein bisschen. Ja, Geliebt, gehasst, die Tomate hat es nicht leicht. Aber was ist wahr und was Blödsinn? Krebs verursacht sie zumindest nicht. Nein, sogar das Gegenteil ist der Fall. In dem Fruchtgemüse befindet sich schließlich das sogenannte Lycopin. Es wirkt antioxidativ und hilft so dem Körper, freie Radikale zu bekämpfen, die andernfalls das Wachstum mutierter Zellen begünstigen würden. Zudem ist der Stoff besonders gut darin, die Chance auf verschiedene Herzkrankheiten zu reduzieren und vor Arteriosklerose zu schützen. Wie eine Studie belegt, kann Lycopin sogar das Risiko auf einen Schlaganfall drastisch verringern. Durchgeführt wurde sie an knapp 1000 Männern – die hohe Fallzahl bedeutet, dass das Ergebnis als relativ sicher gilt. Und das kann sich sehen lassen: Bei den Probanden mit einem hohen Wert an Lycopin im Blut lag die Wahrscheinlichkeit, an einem Schlaganfall zu erkranken, um 55 % niedriger als bei der Vergleichsgruppe.

Wer den Geschmack der Tomate nicht mag, kann das Lycopin übrigens auch in anderer Form zu sich nehmen. Man findet es hauptsächlich in rotem Obst oder Gemüse wie etwa Grapefruit oder Wassermelone.

Doch war es das noch nicht mit den Krebsbekämpfungskräften des roten Helden. Er enthält daneben noch Carotinoide, die ebenfalls antioxidativ wirken.

Außerdem findet man noch hohe Mengen an Vitamin C, Spurenelemente und Mineralstoffe in der Tomate. Zudem schützt sie die Haut vor Sonnenbränden, wie eine Studie belegt. Dabei wurde sie nicht etwa von Außen aufgetragen, sondern bekamen die Teilnehmer täglich knapp 55 g Tomatenmark verabreicht, was ihnen einen um 33% verbesserten Schutz gegen die Sonne bescherte. Dafür verantwortlich ist der hohe Anteil an Prokollagen, mit dessen Hilfe die Zellen besser regeneriert werden können.

Nicht zum Verzehr geeignet ist dagegen der grüne Stumpfen. Wirklich gefährlich ist er jedoch nicht, da man fast einen ganzen kg davon verspeisen müsste, um Beschwerden zu entwickeln.

Kalorien können mit der Tomate ebenfalls gespart werden. Immerhin haben 100 Gramm nur knapp 20 davon, da die Frucht mit 90 % einen hohen Anteil an Wasser aufweist.


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Von: Peter Seher
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