Lecker-schön-und-gut-Fingerfood

Lecker, schön und gut: Fingerfood

Klein, fein und jeder möchte etwas davon haben: Fingerfood ist der perfekte Begleiter zu jeder Party, sei es zur Einweihung der neuen Wohnung oder der Hochzeit. Kein Wunder, denn

  • Fingerfood sieht toll aus,
  • lässt sich oft hervorragend vorbereiten,
  • ist unkompliziert ohne Besteck aus der Hand zu essen,
  • kann sowohl warm als auch kalt gereicht werden und
  • gehört zu den leichten und gut bekömmlichen Gerichten. (Jedenfalls immer dann, wenn man nicht jeweils drei Kilogramm Knoblauch und Zwiebeln verwendet, nicht über Gebühr zuschlägt und nicht ausschließlich Fleisch, sondern auch etwas Gemüse isst …)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein paar Häppchen gehen immer und machen dekorativ angerichtet mindestens genauso viel Eindruck wie ein einzelnes Hauptgericht. Und dabei ist das Hauptgericht selbst dann, wenn mehrere verschiedene Zutaten und Komponenten gekocht werden, immer noch nicht so abwechslungsreich wie verschiedene Fingerfood-Varianten.

Ein Hoch auf unterschiedliche Esskulturen

Selbstverständlich kann thematisch und geschmacklich streng nach einer Linie gekocht werden, denn es ist alles eine Frage der individuellen Auslegung. Spanische Tapas sind hierbei ebenso denkbar wie italienische Antipasti oder orientalische Mezze.

Wer sich lieber einmal quer über die Landkarte kochen und backen möchte, hat jedoch ebenso gute Karten, denn schließlich darf beim Fingerfood nach Herzenslust kombiniert werden. Wenn dann die typisch deutschen Frikadellen-Spießchen neben dem indischen Naan-Brot landen und dieses in mexikanisch-gewürzte Guacamole gedippt wird, so what? Letztlich entscheidet jeder beim Häppchen-Buffet selbst, an welchen Stellen er zugreifen möchte.

Doch eins ist beim Fingerfood immer relevant – egal, aus welcher kulinarischen Abteilung es stammt. Es sollte schon einen gewissen Sättigungsmehrwert mit sich bringen – es wäre doch schade, wenn die Gäste aus lauter Verzweiflung ihre Servietten mitessen würden, oder?

Daher ist es immer von Vorteil, lieber ein paar Häppchen mehr zu machen und an ausreichend Sättigungsbeilagen zu denken. Dabei kann man beispielsweise mit selbstgemachten Pizzabrötchen hervorragend punkten. Ohne Füllung ideal für das Bestreichen mit Crèmes und Dips und als fertig gefüllte Variante auch für den größeren Hunger geeignet.

Bleibt freilich noch die Frage, wie viele Teile pro Person einkalkuliert werden müssen. Leider lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten, da es beispielsweise einen Unterschied macht,

  • ob das Fingerfood nur als kleiner Snack beim gemütlichen Beisammensein oder als echte Hauptmahlzeit-Variante gereicht wird oder
  • ob vier komplette Männer-Sportmannschaften oder nur drei Freundinnen zu Besuch kommen.

Tendenziell macht man mit 3 bis 15 umfangreicheren Teilchen plus einigen Beilagen wie Gemüsesticks, Käsechips und Dips sicherlich nichts verkehrt. Und wer auf Nummer sicher geht und eher deutlich mehr als zu wenig kalkuliert, darf sich am nächsten Tag noch über die leckeren Reste freuen. Immerhin hat man es in der eigenen Hand, gut haltbares und gleichzeitig schmackhaftes Fingerfood zu konzipieren.

Falls die Vorauswahl schwer fällt: Mit diesen Fingerfood-Varianten liegt man immer richtig

Was ist das klassische und auf jeder (Steh-) Party absehbare Kommunikationsszenario in Bezug aufs Essen?

 „Ich esse nur Gemüse, schließlich muss ich auf meine Linie achten!“

„Gibt’s denn nicht auch etwas mit Fleisch? Ich bin doch keine Kuh!“ und

 „Mir würden ja schon die Fischhäppchen reichen“,

sind dabei nur einige der gängigen Kommentare. Die gleichzeitig die Feststellung mit sich bringen, dass man es sowieso nicht allen recht machen wird. Trotzdem ist das Erreichen einer gewissen Abwechslung keinesfalls unmöglich. Beispielsweise mit den folgenden Varianten:

Alles rund um den Teig

Ob Blätterteigröllchen oder – taschen, kleine Wraps (vielleicht auch mit Pfannkuchen als Grundlage), Flammkuchen-Stücke, Mini-Pizzen oder selbstgemachte Brötchen: Teigwaren eignen sich hervorragend für ein Fingerfood-Buffet, da sie unterschiedlich belegt und gefüllt werden können.

Ein gutes Beispiel dafür sind selbstgemachte und anschließend eingefrorene Mini-Pizzen, die pur mit Käse, verschiedenen Gemüsesorten, Schinken, Salami, Thunfisch, Lachs und vielen anderen Zutaten individualisierbar sind. Oder man lässt seine Gäste gleich mit Hand anlegen und bereitet vor der Party nur den frischen Teig zu und stellt alle anderen Zutaten zum Selbstbelegen bereit.

Ähnliches gilt unter anderem für Tomate-Rucola-Wraps, die ebenfalls toll vorbereitet und unterschiedlich groß proportioniert werden können. Ob ein großer Wrap pro Person oder mehrere kleine Stücke auf Zahnstochern aufgespießt – alles ist erlaubt. Apropos …

…ganz schön spießig

Auch mit diversen Spieß-Varianten macht man beim Fingerfood garantiert keinen Fehler. Im Gegenteil, gelten doch Käse-, Frikadellen oder Garnelenspieße als Inbegriffe der Häppchen-Kultur. Punkten können solche Spieße natürlich damit, dass sie vom kleinen Zahnstocher bis zum umfangreicheren Schaschlik-Spieß eine oder viele Zutaten aufnehmen können und somit für alle Hungergrößen ideal sind.

Weiterer Vorteil: Sie eignen sich für kalte und warme Buffets gleich gut. Gerade, wenn zwischen Frühling und Herbst gegrillt wird, entfalten Spieße ihr volles Potenzial. Ein gutes Glas Bier oder Wein, ein wenig Brot und einen leckeren Dip dazu, fertig ist (das Essen für) die Laube. Und wo wir schon beim Thema Dips sind …

Dips und Crèmes

… wie die bereits erwähnte Guacamole, eine Frischkäse- oder Räucherlachs-Crème und ein leichter Kräuterquark machen sich prima als Fingerfood.

Sie runden insbesondere Gemüsesticks oder Brotwaren geschmacklich ab und können entweder direkt hübsch auf Letzteren angerichtet oder in kleinen Schälchen gereicht werden. Gleichzeitig sind sie durch den Einsatz von unterschiedlichen Gewürzen so variabel, dass garantiert für jeden Geschmack das Richtige dabei ist. Zumindest liegt die Wahrheit bei den meisten Menschen ja irgendwo zwischen himmlisch-mild und höllisch-pikant.

Die (halbwegs) gesunden Beilagen

Hierzu zählen unter anderem knusprige Kartoffelecken, Gemüsesticks und Obst wie Weintrauben oder Erdbeeren. Sie sind immer gut für den gewissen Frischekick und bringen ein paar Vitamine mit ins Spiel, sodass nicht nur Fans der leichten Linie, Vegetarier und Veganer ihre helle Freude an ihnen haben.

Damit sie gut schmecken und appetitlich aussehen, sollten sie im Gegensatz zu vielen anderen Fingerfood-Varianten erst kurz vor dem Anpfiff zum Essen hergestellt und auf den Tisch gebracht werden. Denn frisch und knackig schmecken sie einfach am allerbesten.

Käse schließt den Magen

Last, but not least: Käse, ob in Form von frei portionierbaren Stücken oder Spießchen auf einer Platte angerichtet, rundet das Fingerfood-Angebot perfekt ab. Von milden bis sehr herzhaften Varianten ist alles zu haben und auch Kombinationen aus süß und pikant lassen sich mit Käse schnell und einfach herstellen.

Besonders beliebt sind natürlich Gouda und Weintrauben und Camembert / Brie mit Erd- oder Preiselbeeren. Aber vielleicht hat man ja auch ganz andere Ideen?

Bleibt zum Schluss nur noch die Frage nach dem Timing.

Gewusst wie: So bereitet man ein Fingerfood-Buffet geschickt vor

Um mit Fingerfood wirklich punkten zu können, sollten alle Bestandteile möglichst frisch sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich mit schlauer Arbeit im Vorfeld nicht schon einen gewissen Freiraum vor dem Servierzeitpunkt freischaufeln kann.

  • In diesem Rahmen lassen sich Crèmes und Dips bereits einige Stunden vor dem Essen zubereiten und können abgedeckt im Kühlschrank noch eine Weile durchziehen und an Aroma hinzugewinnen.
  • Ähnliches trifft auf Fleisch und Fisch zu, wenn die Zutaten mariniert werden und dann während der Veranstaltung selbst nur noch auf dem Grill fertig gegart werden wollen.
  • Brot- und Brötchenvarianten kann man oft sogar schon mehrere Tage vor der Party vor- und zum gewünschten Zeitpunkt schnell und bequem frisch aufbacken.

Es lohnt sich also, schon im Vorfeld genau zu überlegen, welche Häppchen bei der Herstellung wie viel Zeit und Aufwand in Anspruch nehmen und die Fingerfood-Zusammenstellung auch unter diesen Gesichtspunkten festzulegen.

Und wer es besonders clever anstellen und sich nicht die ganze Arbeit alleine machen möchte, lädt einfach ein paar Verwandte und / oder Freunde zum Mit-Vorbereiten ein. Denn letztlich schnippelt, rollt und rührt es sich in netter Gesellschaft immer noch am allerbesten, oder?


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Von: Anno Stock
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