Reis: Die beliebteste Beilage Asiens

Reis ist nicht nur ein wunderbarer Sattmacher, sondern gehört auch zu den vielfältigsten Nutzpflanzen überhaupt. Es gibt ihn in unzähligen Farben, Größen und Aromen, daher findet sich wirklich für jeden Geschmack der geeignete Reis. Habt ihr gewusst, dass es sich dabei um ein Getreide handelt?

Die hier aufgelisteten Reisorten sollten eigentlich in keiner gut sortierten Speisekammer fehlen.

Riso Carnaroli

Wenn es um italienische Gerichte geht, denkt ihr sicher zuerst an Pizza, Pasta und Tiramisu. Doch auch beim Risotto handelt es sich um ein typisch italienisches Grundrezept, das freilich längst international interpretiert wird. Die Gemeinsamkeit aller Risottorezepte liegt beim Reis: Der Riso Carnaroli ist der bekannteste und wohl beste Reis Italiens. Durch seine wasserlösliche Stärke wird das Korn außen weich, behält aber einen bissfesten Kern. Für das Hühnergeschnetzelte mit Sahnesoße und saurer Gurke hat er für mein Empfinden aber die falsche Konsistenz.

Basmati Reis

Spätestens seit dem Siegeszug der asiatischen Küche ist diese duftende Langkornreis-Sorte auch hierzulande nicht mehr wegzudenken. Basmatireis, der oft als die edelste Reisorte der Welt bezeichnet wird, begeistert schon ungekocht durch seinen ganz besonderen Duft. Am besten gedeiht er in Indien, Pakistan und Afghanistan, wo er beste Wachstumsbedingungen vorfindet. Nicht zuletzt aufgrund seiner nicht klebrigen Konsistenz und seiner wertvollen Inhaltstoffe (Kalium, Natrium, Jod, Zink, Kobalt, Fluor, eisen und Phosphat, um nur einige zu nennen) hat er längst Einzug gefunden in die Küchen aller Herren Länder. Zu diesem Hühnergeschnetzelten passt er ausgesprochen gut. Probiert es mal aus!

Patnareis

Wenn ihr im Handel einen lockeren „Parboiled Langkornreis“ findet, dessen Körner optisch beinahe an Pasta erinnern, handelt es sich vermutlich um den Patnareis. Ursprünglich kommt auch dieser Reis aus Indien, wird aber längst auch in anderen Ländern angebaut. Auch beim Kochen behält der Patnareis seine Lockerheit und Bissfestigkeit, was ihn vielseitig einsetzbar macht. Ein bekanntes Beispiel ist auch der Tomatenreis aus dem griechischen Restaurant: Erst durch die Zugabe von Tomaten und Gewürzen wird der Reis so klebrig, dass er sich mit einem Eisportionierer in die typischen Kugeln formen lässt. Wird er hingegen „pur“ serviert, fällt er recht schnell von der Gabel. Daher eignet sich für viele Rezepte eher ein Klebreis.

Milchreis

Hierbei handelt es sich um das komplette Gegenteil zum Patnareis, denn die Körner sind rund und werden beim Erhitzen besonders weich. Wen wundert es da, dass häufig auch von Reisbrei gesprochen wird? Im Gegensatz zu anderen Reissorten wird er aber nicht gekocht, sondern quillt in heißer Milch auf. Das so entstehende Gericht könnt ihr warm oder kalt genießen, wobei er eigentlich immer süß gegessen wird. Mit Zucker und Zimt, roter Grütze oder zerkleinertem Obst ist Milchreis ein tolles Dessert – kann aber auch mal die Hauptmahlzeit ersetzen, da er besonders sättigend ist.

Wildreis

Streng genommen handelt es sich bei diesen langen, fast schwarzen Körnern nicht um Getreide, sondern die Frucht einer Grassorte. Sein Name läst bereits erahnen, das es sich nicht um eine Kulturpflanze handelt, sondern wild wachsende Gräser abgeerntet werden. Beheimatet ist der Wildreis vor allem in Kanada, wo er im Ufergewässer zahlreicher Seen wächst. Wildreis ist äußerst festkochend (für Kinder daher gewöhnungsbedürftig), aber aromatisch und reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren. Im Handel bekommt ihr Wildreis häufig bereits gemischt mit anderem Langkornreis (z.B. Patnareis). Falls ihr die Gelegenheit habt, ihn einzeln zu erwerben, könnt ihr ihn zusammen mit Basmatireis auch zum Hühnergeschnetzelten mit Sahnesoße und saurer Gurke servieren oder zu diesem leckeren Reissalat. Aufgrund der unterschiedlichen Konsistenz sollten die Reissorten aber getrennt gekocht und erst unmittelbar vor dem Servieren gemischt werden.


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Von: Peter Seher
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