Rezept suchen

Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree

Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree
  • Portionen : 4
  • Vorbereitungszeit : 15m
  • Kochzeit : 45m
  • Fertig in : 1:05 h
 
  • 4 Stk Bratwürste
  • 500 g Sauerkraut
  • 50 g Speck oder geräucherter Schinken
  • 1 Stk mittelgroße Zwiebel
  • Für das Kartoffelpüree:
  • 600 g mehligkochende Kartoffeln
  • ml Milch
  • 3 EL Butter
  • Salz
  • Für die Soße:
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 300 ml heißes Wasser
  • 15 TL gerebelter Majoran
  • 1 TL gerebelter Thymian
  • 2 Tl Dijonsenf
  • Salz/Pfeffer
  • 1 EL Honig für das Sauerkraut
Berechne die Mengen für Portion(en)

Wenn ihr bisher gedacht habt, Bratwurst wäre ein langweiliges Gericht. Werdet ihr nach diesem Rezept wohl eure Meinung ändern. Immer mehr Feinschmecker kommen zurück zu den Klassikern aus der Küche, die uns an unsere Großeltern erinnern, ohne dabei an Charme und Raffinesse zu verlieren!

Schritt für Schritt – Zubereitung:

 

Kartoffelpüree vor und zubereiten
Sauerkraut zubereiten

Sauerkraut köcheln lassen

Soße vorbereiten
Bratwurst braten

Fertig ist ein deftiges Gericht aus der Rubrik Hausmannskost!

Wer hat die Bratwurst erfunden?

Im Prinzip fasst man unter dem Sammelbegriff der Bratwurst gleich mehrere Wurstsorten zusammen. Zumeist handelt es sich um Wurstwaren, die dazu geeignet sind, sehr stark erhitzt und gebraten zu werden. Tatsächlich wurde die ursprüngliche Bratwurst aus Brät, dem Muskelfleisch, hergestellt. Im Prinzip gibt es gleich mehrere Quellen, die das ursprüngliche Rezept für sich vereinnahmen.

Thüringer Rostbratwurst

In Thüringen ist zumeist vom „Roster“ die Rede, der aus Schweinefleisch oder Kalb hergestellt wird. Es handelt sich um eine stark gekürzte Wurst, die mit Kümmel, Pfeffer aber auch Salz und anderen Gewürzen wie Majoran und Knoblauch angereichert wurde.

Das Erfolgsgeheimnis? Für meinen Geschmack ist es die Feinstruktur, eine großzügige Länge von mindestens 15 cm und der besonders würzige Geschmack.

Erst seit 2004 handelt es sich bei dem Thüringer Roster um eine geschützte geographische Bezeichnung, sodass fortan nicht mehr knapp über die Hälfte der Zutaten aus der Region stammen müssen. Es ist vielmehr die spezifische Zubereitung, die den Unterschied macht. Sucht man nach der ersten Wurst, die sich ein Thüringer schmecken ließ und sie über offenem Feuer gebraten hat, muss man in der Thüringer Geschichte in das Staatsarchiv Rudolstadt gehen und wird 1404 im Jungfrauenkloster von Arnstedt die ersten Erwähnungen finden.

Nürnberger Rostbratwurst

Auch hier haben wir es mit einer typischen Brühe aus Schweinefleisch zu tun, die dezent mit Majoran und Kochsalz gewürzt wird. Diese Würste sollen auf ein Stück-Gewicht von 20-24 g kommen und weisen eine kürzere Länge bis zu 9 cm auf. Kommt ihr zum ersten Mal nach Nürnberg und bestellt eine Rostbratwurst, werdet ihr zumeist „Drei in an Weggla“ in die Hand gedrückt bekommen. Dahinter verbergen sich drei kleine Würstchen, die in einem Brötchen stecken. Eine weitere, typische Beilage dieser Region ist das Kraut, das gemeinsam mit den Bratwürsten serviert wird.

Auch die Nürnberger haben sich ihre Bratwürste von der EU-Kommission sichern lassen. Möchtet ihr ein Stück jahrhundertelange Tradition kosten, empfehlen wir euch die speziellen Gaststätten der Region wie zum Beispiel Zum Guldenen Stern, der seit 1419 die traditionellen Gerichte serviert.

Wer darf Bratwürste herstellen?

Gehen die Fleischwaren im Anschluss in den Handel, übernehmen zumeist nur zertifizierte Fleischer die Herstellung. Wobei viele für den Hausgebrauch, ihre Bratwürste mittlerweile selber machen. Zumeist handelt es sich dabei um die gebrühte Form. Zunächst einmal gibt der Fleischermeister das gesamte Fleisch in einen Fleischwolf. Hinzu kommen Zwiebel, Gewürze und Kräuter je nach Geschmacksrichtung. Step-by-Step entsteht daraus eine zähe Masse. Im Anschluss dazu wird diese Fleischmasse in einen Schweinedarm hineingepresst, der an seinem Ende wiederum auseinander geschnitten und verknotet wird. Die perfekte Zubereitung gelingt in der Pfanne oder auf dem Rost über dem offenen Feuer.

Schritt für Schritt – eine saftig leckere Bratwurst braten oder grillen

Für viele kommt es einer Grundsatzfrage gleich, wie die perfekte und leckere Bratwurst gegrillt wird. An dieser Stelle kann ich euch beruhigen, denn mit ein paar Tricks seid ihr dem perfekten Ergebnis zum Greifen nah. Ihr solltet auf jeden Fall zu den frischen Produkten eines regionalen Fleischers greifen, denn diese Lebensmittel versprechen ein perfektes Aroma.

Niemals sollten Fleisch oder Wurstwaren in der Marinade auf den Rost gelegt werden. Das Verbrennen der Gewürze führt zu einem äußerst strengen Geschmack. Bei den eingeschweißten Würsten aus dem Supermarkt, handelt es sich zumeist um vorgegarte Bratwürste.

Vorsicht
Hier verkürzt sich die Grillzeit wesentlich. Die perfekte Wurst ist von außen knusprig braun und von ihnen warm.

Grobe Bratwürste

Optimale Ergebnisse garantieren die groben Würste. Sie neigen nicht so schnell dazu, auf dem Grill zu platzen. So bleibt die Feuchtigkeit innen und es gelingt ein äußerst saftiges und schmackhaftes Gericht.

Wer das unangenehme Platzen auf dem Grill vermeiden möchte, schneidet seine Würste vorher mit einem scharfen Messer ein.

Das Grillgut verlangt nach konstanter Hitze: So solltet ihr so lang warten, bis die Kohle vollständig durchgeglüht ist und sich eine leichte weiße Ascheschicht bildet. Bringt nun den Rost ca. eine Handbreit über dem Feuer an. Nutzt zum Wenden eine Grillzange und keine Gabel. Durch das Abschneiden tropft Fett in die Glut, was wiederum Asche aufwirbelt und die gefährlichen krebserregenden Stoffe aufsteigen lässt. Bei perfekter Temperatur ist eure Bratwurst dann fertig, wenn sie eine rundherum gleichmäßige braune Färbung zeigt und auf euch einen knusprigen Eindruck macht.

 

Doch das Beste
Einfach eine Wurst vom Grill nehmen, anschneiden und probieren.

Wie lang ist die Bratwurst haltbar?

Holt ihr euch Fleischwaren ganz frisch aus der Theke oder vom Fleischer, solltet ihr die Kühlkette so kurz wie nur möglich unterbrechen. Am besten gebt ihr die Wurst in eine Kühltasche, dann geht es so schnell wie möglich nachhause in den Kühlschrank, wenn abends das Barbecue wartet. Sollen die Würste erst Tage später verarbeitet werden, müsst ihr diese unbedingt luftdicht einfrieren.

Wurstwaren gehören zu den äußerst leicht verderblichen Lebensmitteln, an denen sich sehr schnell Bakterien ansiedeln. Holt ihr die Würste aus dem Froster, gebt ihnen Zeit, um schonend und langsam aufzutauen, dann garantieren Sie einen besonders frischen Geschmack.

Was steckt in einer vegetarischen Bratwurst?

Selbst Vegetarier sollten an dieser Stelle die Hoffnung auf eine herzhafte Bratwurst ohne Fleischbeilage nicht aufgeben. Denn mittlerweile bietet sich auf dem Markt eine reichhaltige Auswahl fleischloser Alternativen, die ebenfalls als Bratwurst bezeichnet werden. Diese Produkte gehen auf pflanzliches Eiweiß zurück. Es werden Verdickungsmittel mit Öl, Wasser und Farbstoffen versetzt. Auf diese Weise gelingt es den Herstellern, bratwurstähnliche Eigenschaften herzustellen und eine erstaunlich schmackhafte Hauptmahlzeit zu kreieren. Meiner Erfahrung nach sollte man sich einfach durch die verschiedenen Sorten kosten, da einige Kompositionen wirklich Geschmackssache sind.

Mein zart schmelzender Tipp: Eine der garantiert leckeren Alternativen zur Bratwurst ist der Grillkäse, der zum Teil auch in Wurstform erhältlich ist und nicht nur Vegetariern gut schmeckt.

Fazit

In diesem Beitrag habt ihr jede Menge über den Kauf, die Zubereitung, die Lagerung und den Ursprung der Bratwürste erfahren. Ich habe jetzt Appetit auf dieses leckere traditionelle Rezept mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bekommen. Und das Beste: Bratwürste schmecken nicht nur im Sommer vom Grill. Sie können in der kalten Jahreszeit ohne Probleme in einer Pfanne mit Fett wie in der oberen Zubereitung gegart werden. Nehmt euch Zeit für die Zubereitung und kostet immer wieder das Sauerkraut, denn nichts ist ärgerlicher, als eine unspektakuläre oder fade Beilage zu einer schmackhaften Bratwurst. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Zubereitung!