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Chinakohlrouladen in Tomatensoße

Chinakohlrouladen in Tomatensoße
  • Portionen : 4
  • Vorbereitungszeit : 25m
  • Kochzeit : 35m
  • Fertig in : 1:15 h
 
  • 200 g Hackfleisch
  • 1 Tasse Reis
  • 1 Stk Chinakohl (10-12 Blätter)
  • 250 g Kirschtomaten
  • 500 g stückige Tomaten
  • 250 ml Brühe
  • 1 Stk mittelgroße Zwiebel
  • 2 Stk Knoblauchzehen
  • 3 EL Öl
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL edelsüßer Paprika
  • geriebener Goudakäse
  • Salz/Pfeffer
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Die Chinakohlroulade kombiniert kulinarisch betrachtet das Beste aus verschiedenen Ländern. Um sie zuzubereiten, braucht es zwar etwas länger als bei simplen Gerichten, doch ist das die Mühe jedenfalls wert, da der Geschmack einfach stimmt.

Zubereitung

Töpfe mit Wasser aufsetzen
Chinakohl putzen
Blätter blanchieren
Gemüse kleinschneiden
Hackfleisch anbraten
Hackfleisch in Chinakohl Blätter einwickeln
Tomatensoße zubereiten
Chinakohl Rouladen im Ofen backen

Chinakohlroulade – so gesund ist sie

Selbst wenn der Name zunächst nicht danach klingt, ist die Chinakohlroulade längst fester Bestandteil der deutschen Küche – und das nicht zu Unrecht! Enthalten sind nämlich viele gesunde Zutaten und lecker ist das Gericht alle mal.

Made in China ist Made for Mülleimer? Nicht so schnell! Immerhin haben die fleißigen Asiaten unter anderem das Schießpulver, das Papier und den Buchdruck erfunden –  Letzteres sogar knapp 400 Jahre vor Gutenberg. Ganz in einer Reihe mit diesen wegweisenden Innovationen lässt sich der Chinakohl wahrscheinlich nicht nennen. Trotzdem ist der Salatkopf aufgrund seiner zahlreichen gesunden Wirkungen nicht zu verachten.

In ihm befindet sich nämlich kaum Fett. Und so hilft er beim Abnehmen, da er sättigt und trägt aufgrund der hohen Menge an Vitamin C zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Enthalten sind übrigens auch Senföle, die besonders gut schädliche Viren und Bakterien bekämpfen und Folsäure, mit der man das Risiko auf einen Schlaganfall reduzieren kann, wie wissenschaftliche Studien belegen.

Woher kommt die Roulade?

Die Roulade ist längst fest in der deutschen Kultur verankert, wo sie hauptsächlich als Kohl- oder Rinderroulade gekocht wird. Wer genau sie erfunden hat, weiß man heute nicht, da das wohl im Mittelalter passiert sein muss und es aus dieser Zeit nur wenige Aufzeichnungen gibt. Zumindest könnte der Name darüber Aufschluss geben. So stammt der eigentlich aus dem Französischen und wurde vom Begriff „rouler“ abgeleitet, was übersetzt so viel heißt wie „rollen“ bedeutet und eben die klassische Art der Zubereitung bezeichnet, bei der das Fleisch zusammengerollt verarbeitet wird. Allerdings stammt der erste schriftliche Beleg aus Amsterdam. Dort fand man ein Kochbuch, das ein Rezept für Rouladen enthielt und auf das Jahr 1740 zurückdatiert wird.  

Übrigens braucht man nicht zwangsläufig Fleisch. In einigen Regionen nennt man nämlich auch gerollte Kuchen wie etwa Biskuitrollen Rouladen.

Die Vorteile von Hackfleisch

Nichts geht über ein gutes Steak – wenn die nur nicht so teuer wären! Dabei gibt es eigentlich eine viel günstigere und einfachere Methode, Fleisch so zart zu machen, dass es fast schon auf der Zunge zergeht: Das Hackfleisch. Bei der Zubereitung werden nämlich die Stücke von den Sehnen entfernt und durch das Zerkleinern, ist das Fleisch insgesamt viel weicher. Zudem benötigt man weit weniger Energie, bis es durch ist. Außerdem kann man es sogar roh verzehren, das jedoch nur, sofern es wirklich frisch ist. Und gerade weil das Hackfleisch relativ schnell verdirbt, sind die Vorschriften in Deutschland besonders streng. So läuft man kaum Gefahr, bereits schlechtes Fleisch zu verzehren.

Beim Hackfleisch gibt es verschiedene Arten, die am häufigsten verwendeten sind:

  • Schweinehack, das besonders nahrhaft ist und dem bei der Zubereitung die gröbsten Fettanteile entfernt werden, sodass es insgesamt höchstens zu 35 % aus Fett besteht.
  • Rinderhack schlägt dagegen mit weniger Kalorien aufs Gewicht und besteht zu maximal 20 % aus Fett.
  • Eine Mischung aus Schweine- und Rinderhack wird ebenfalls angeboten. Meist ist das Verhältnis der Sorten 50 : 50.
  • Das Schabefleisch ist für diejenigen ideal, die gerne abnehmen möchten. Es besteht aus besonders fettarmem Rind und bringt es höchstens auf einen Anteil von 6 % Fett.

Kommt die Tomatensoße aus Italien?

Eigentlich stammt die Tomate aus Südamerika. Dort wurde sie schon vor knapp 2200 Jahren von den Mayas und Inkas angebaut. Sie bezeichneten sie als „xitomatl“, was so viel wie „Frucht des Nabels“ bedeutet.

Auf den europäischen Markt brachte sie kein Geringerer als Christopher Columbus höchstpersönlich. Dann passierte jedoch zunächst einmal gar nichts. Der Hybrid aus Frucht und Obst war den Leuten einfach zu rot – eine Farbe die man größtenteils mit dem Teufel und Gefahr assoziierte. Zugleich stand das Rote aber auch für Fruchtbarkeit und die Liebe. Und ist es kaum verwunderlich, dass zuerst die Italiener auf den Geschmack der Tomate kamen – immerhin sind sie ja das Volk der heißblütigen Südländer. Sie kultivieren die Pflanze seit mindestens Anfang des 18. Jahrhunderts – so weit reicht die erste schriftliche Erwähnung zurück. Bald fanden sie zahlreiche Methoden das Fruchtgemüse zuzubereiten und erdachten unter anderem den Klassiker Tomatensoße. Deutschland brauchte etwas länger, um sich mit der Tomate anzufreunden. Sie kam erst kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts auf unsere Teller.

Wie gesund ist die Tomate?

Bis vor einiger Zeit hielt man sie noch für krebserregend und mal ehrlich: Dem grünen Stumpfen misstrauen wir doch alle ein bisschen. Ja, Geliebt, gehasst, die Tomate hat es nicht leicht. Aber was ist wahr und was Blödsinn? Krebs verursacht sie zumindest nicht. Nein, sogar das Gegenteil ist der Fall. In dem Fruchtgemüse befindet sich schließlich das sogenannte Lycopin. Es wirkt antioxidativ und hilft so dem Körper, freie Radikale zu bekämpfen, die andernfalls das Wachstum mutierter Zellen begünstigen würden. Zudem ist der Stoff besonders gut darin, die Chance auf verschiedene Herzkrankheiten zu reduzieren und vor Arteriosklerose zu schützen. Wie eine Studie belegt, kann Lycopin sogar das Risiko auf einen Schlaganfall drastisch verringern. Durchgeführt wurde sie an knapp 1000 Männern – die hohe Fallzahl bedeutet, dass das Ergebnis als relativ sicher gilt. Und das kann sich sehen lassen: Bei den Probanden mit einem hohen Wert an Lycopin im Blut lag die Wahrscheinlichkeit, an einem Schlaganfall zu erkranken, um 55 % niedriger als bei der Vergleichsgruppe.

Wer den Geschmack der Tomate nicht mag, kann das Lycopin übrigens auch in anderer Form zu sich nehmen. Man findet es hauptsächlich in rotem Obst oder Gemüse wie etwa Grapefruit oder Wassermelone.

Doch war es das noch nicht mit den Krebsbekämpfungskräften des roten Helden. Er enthält daneben noch Carotinoide, die ebenfalls antioxidativ wirken.

Außerdem findet man noch hohe Mengen an Vitamin C, Spurenelemente und Mineralstoffe in der Tomate. Zudem schützt sie die Haut vor Sonnenbränden, wie eine Studie belegt. Dabei wurde sie nicht etwa von Außen aufgetragen, sondern bekamen die Teilnehmer täglich knapp 55 g Tomatenmark verabreicht, was ihnen einen um 33% verbesserten Schutz gegen die Sonne bescherte. Dafür verantwortlich ist der hohe Anteil an Prokollagen, mit dessen Hilfe die Zellen besser regeneriert werden können.

Nicht zum Verzehr geeignet ist dagegen der grüne Stumpfen. Wirklich gefährlich ist er jedoch nicht, da man fast einen ganzen kg davon verspeisen müsste, um Beschwerden zu entwickeln.

Kalorien können mit der Tomate ebenfalls gespart werden. Immerhin haben 100 Gramm nur knapp 20 davon, da die Frucht mit 90 % einen hohen Anteil an Wasser aufweist.

Fazit

Die Chinakohlroulade kombiniert kulinarisch betrachtet das Beste aus verschiedenen Ländern. Um sie zuzubereiten, braucht es zwar etwas länger als bei simplen Gerichten, doch ist das die Mühe jedenfalls wert, da der Geschmack einfach stimmt. Zudem muss man hier kein schlechtes Gewissen bekommen, sollte es der ein oder andere Teller mehr werden, denn die Tomante, der Chinakohl und das Oregano enthalten dermaßen viele Vitamine und Nährstoffe, dass auch die Gesundheit nicht zu kurz kommt.