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Ein knuspriger Entenbraten aus dem Ofen

Entenbraten
  • Portionen : 6
  • Vorbereitungszeit : 60m
  • Kochzeit : 3:00 h
  • Fertig in : 4:10 h
 
  • 3.2 kg Ente mit Innerein
  • 1 Stk Sellerieknolle
  • 7 Stk Möhren
  • 8 Stk Schalotten
  • 1 Stk Orangen
  • 2 Stk Boskopäpfel
  • 300 ml Rotwein
  • 3 cm Ingwerwurzel
  • 2 Stgl Rosmarinzweige
  • 8 Stgl Thymianzweige
  • 5 El Majoran
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 2 EL Zucker
  • Salz
  • 1 l Wasser
Berechne die Mengen für Portion(en)

Ein leckerer Duft nach frisch gebratenem Fleisch, Gewürzen und Obst zieht durch die Küche? Die Verwandtschaft hat sich bereits um den Tisch versammelt und alle freuen sich wie die Schneekönige auf das kulinarische Highlight der Weihnachtstage. Wetten, es gibt Entenbraten?

Die Ente zubereiten

Die Ente abwaschen
Gemüse schneiden
Ofen heizen und Ente innen würzen
Den Hals verschließen
Die Ente mit Gemüse befüllen und verschließen
Ente von aussen einreiben
Bräter vorbereiten
braten, begießen, braten, begießen...
Ruhen lassen

Die Entensoße zubereiten

Gemüse und Innerein anbraten
Mit Rotwein ablöschen
Gemüse der Ente und vom Bräter hinzufügen
Soße durch eine Sieb passieren
Nochmals aufkochen und abschmecken
Soße zu dünn? Hier ist die Lösung

Die Ente problemlos aufschneiden

Folgende Vorgehensweise hat sich bei mir bewährt

Halbieren
Tipp: Reißen der Haut vermeiden
Flügel und Keulen tranchieren
Entenfleisch tranchieren
Hintern tranchieren
Geflügleteile knusprig braten
Ente tranchiert

Ente tranchiert

Dann ist es geschafft und eine leckerer Weihnachtsbraten darf der Familie serviert werden.

Eine gute alte Bekannte in der Weihnachtszeit: Die Ente

Es gibt viele Geflügel-Rezepte für die Winterzeit: In manchen wird das Fleisch zu einer Pastete oder Frikassee verarbeitet, während andere vor allem auf die Brust schwören. Auch asiatische Varianten haben inzwischen Zugang in die deutsche Küche gefunden.

Doch an Weihnachten dürft ihr euch durchaus an einem Original versuchen. Denn das Schönste an Weihnachten sind die Familientraditionen, in denen ein gefüllter Entenbraten unbedingt dazugehört. Warum das so ist?

Entenbraten zu Weihnachten – Liebe auf den ersten Biss

Geflügelbraten hat zu Weihnachten eine lange Tradition: Sicherlich ist die Weihnachtsgans für euch mindestens genauso ein Begriff wie der Weihnachtskarpfen oder der Kartoffelsalat mit Bockwürstchen. In früheren Zeiten konnten sich jedoch nur die reicheren Leute eine Gans leisten. Alle anderen entschieden sich für kleineres Geflügel wie Hähnchen oder Ente.

Allerdings hat es die Ente bereits seit vielen Jahren geschafft aus dem Schatten der deutlich fetteren Gans herauszutreten und eine sich eine eigene Fangemeinde anzulegen. Kein Wunder, hat sie doch gleichermaßen dunkles, zartes und bissfestes Fleisch, das sich wunderbar mit weiteren Komponenten der winterlichen Küche verbindet.

Bevor ihr jedoch euer klassisches Entenrezept fertig vor euch auf dem Tisch stehen habt, müsst ihr euch für eine Ente entscheiden. Es gibt nämlich verschiedene Sorten …

Welche Ente bietet sich an?

Beim Weihnachtsessen kommt es sowohl auf den Geschmack als auch die Menge an. Schließlich habt ihr nicht selten die ganze Familie zum Entenessen zu Besuch und das sind oft einige hungrige Personen. Selbstverständlich könnt ihr mehrere kleinere Enten zubereiten. Nur: Wenn ihr eine Ente befüllen wollt, ist es einfacher, eine Größere zu nehmen.

Im Folgenden einige Sorten inklusive Gewicht oder Geschmack:

Wildenten

Wildenten sind das kleinste Geflügel aus der Entenfamilie, das auf den Tisch kommt. Mit einem Gewicht von insgesamt etwas mehr als 500 Gramm sind sie eher etwas für einen alleinigen Esser, müsst ihr doch noch die Knochen abziehen. Dafür sind sie innerhalb von einer dreiviertel Stunde fertig und schmecken recht würzig, eignen sich also wunderbar für andere Gelegenheiten.

Flug- oder Nantaiser Enten

Schon etwas schwerer sind Flug- oder Nataiser Enten, die bereits über ein Gewicht von einem bis anderthalb Kilo verfügen und bereits etwas fetter und damit milder sind. Bei ihnen handelt es sich um die handelsüblichen Tiefkühlenten. Im Gegensatz zur Wildente werden sie in der Regel in einer Intensivmast großgezogen und sind damit bereits etwas fetter als ihre wilden Verwandten.

Hausenten wie die Nobis-Enten

In einer ähnlichen Gewichtsklasse (optimal für zwei Personen) spielen auch Hausenten wie die Nobis-Ente. Ihr Fleisch hat ein sowohl würziges als auch feines Aroma und ist etwas fetter als das der im Anschluss vorgestellten Barbarieente. Hausenten eignen sich perfekt für die Zubereitung zu Hause und schmeicheln selbst den verwöhnteren Gaumen.

Barbarieenten

Besonders schwer und damit für ein Leben als klassischer Entenbraten für vier bis sechs Personen bestens geeignet, sind die Barbarieenten. Erpel wiegen meist drei oder mehr Kilo und empfehlen sich durch ihr würziges Fleisch für die einfache Zubereitung einer Ente. Insbesondere dann, wenn sie nach draußen dürfen und Gras, verschiedene Insekten, Würmer oder Schnecken zu ihrem Futter gehören.

So sieht ein klassisches Entenrezept aus

Eine einfache Zubereitung einer Ente ist beispielsweise dadurch möglich, dass ihr sie ausnehmt und anschließend bratet. Allerdings ist es nicht wesentlich aufwendiger, sie zu füllen. Das funktioniert wie in diesem Rezept besonders gut mit Äpfeln, Orangen und diversen Kräutern.

Überhaupt harmonieren leicht süßmsäuerliche Aromen mit ihrem zarten Fleisch. Deswegen lohnt es sich auch, wenn ihr die Ente befüllen wollt und ihr nach dem Braten aus der Füllung eine Soße zaubert. So wird aus dem quasi von innen heraus leicht mariniertem Fleisch und der Soße eine feine Komposition.Dazu aber später mehr, denn natürlich stellt sich auch die Frage:

Was gibt es zur Ente dazu?

Nur ein Stück Fleisch auf dem Teller mag zwar im ersten Moment verlockend wirken, doch was wäre ein Entenbraten zu Weihnachten ohne leckere Beilagen?

Den Anfang in diesem Bereich machen klassischerweise Kartoffelvarianten: Neben Salzkartoffeln bieten sich selbst gemachte Kartoffelklöße an. Diese sind zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden als Salzkartoffeln. Allerdings machen sie zusätzlich etwas her – und wenn ihr nicht alleine in der Küche steht, machen das gemeinsame Kloßteig-Kneten und Klöße-Formen sogar richtig Spaß.

Darüber hinaus darf eine Gemüsebeilage nicht fehlen. Da frischer Kohl im Winter nicht nur hervorragend schmeckt, sondern durchaus vom Bauern eures Vertrauens aus der Region zu haben ist, dürft ihr mit gutem Gewissen zuschlagen. Sehr zu empfehlen sind Rosenkohlröschen, aber auch Grünkohl kommt infrage, wenn es eine grüne Ergänzung zur knusprig-braunen Ente und zu den gelben Kartoffeln sein darf.

Für alle, denen Rosen- oder Grünkohl ein zu intensives Eigenaroma besitzen und die ein süß-säuerlicheres Aroma bevorzugen, bietet sich Rotkohl an. Mit Äpfeln zubereitet, ist er ebenso lecker wie eine clevere Ergänzung zur gefüllten Ente. Apropos Füllung…

Warum solltet ihr die Ente befüllen?

Zeit ist kostbar, vor allem an Weihnachten. Insofern ist es logisch, dass die Zeit in der Küche nicht unnötig lang sein soll. Nichtsdestotrotz macht es Sinn, sich einen Moment für eine Füllung der Ente zu nehmen.

Die Füllung sorgt dafür, dass das Entenfleisch schön saftig bleibt und nicht austrocknet. Gleichzeitig stellt sie eine zusätzliche Beilage dar (solange sie nicht zu fettig ist) – oder kann, wie im Rahmen dieses Rezepts, als Basis einer Soße taugen.

Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass sich das Gemüse, die Äpfel, die Orange und der Rotwein bereits mit dem Aroma der Ente verbunden haben. Ergänzt ihr sie um weiteres Gemüse, Gewürze und Flüssigkeit und lasst das Ganze circa eine halbe Stunde einkochen, entwickelt sich ein noch vollmundigerer Geschmack, der aus der Ente und der Soße eine runde Sache macht.

Klassischer Entenbraten: Zartes Fleisch, knusprige Haut

Eine Ente im Römertopf im Backofen zu garen, ist eine einfache Zubereitungsart einer Ente, die es trotzdem im besten Sinne in sich hat.

Die im Römertopf befindliche Flüssigkeit garantiert, dass die Ente zart und saftig bleibt. Gleichzeitig schützt der Deckel die Haut vor allzu starker Hitze. Knusprig braun ist und bleibt besser als kohlrabenschwarz. Wobei ein klassischer Entenbraten insgesamt absolut von einer knusprigen Haut profitiert.

Mein Küchen-Tipp: So wird die Entenhaut knusprig
Die Ente wird vor dem Gang in den Backofen mit Sonnenblumenöl eingepinselt.Sie wird im Laufe des Bratvorgangs regelmäßig mit Bratensaft, kurz vor Ende des Backvorgangs noch einmal mit Salzwasser bestrichen. Die Temperatur wird kurz vor dem Herausholen der Ente aus dem Backofen noch einmal etwas erhöht.

Öl und Salz bewirken in der Kombination mit der Hitze, dass die Haut kross wird – ein Effekt, der durch die leicht verstärkte Temperatur kurz vor Schluss noch einmal erhöht wir. Im Gegenzug dazu hält das Fett, mit dem ihr die Ente während ihrer Zeit im Backofen bepinselt, das Fleisch schön saftig. Damit das tatsächlich gleichzeitig funktioniert, muss die Temperatur am Anfang nicht zu hoch sein, schließlich soll die Haut nicht verbrennen. Allerdings sollte sie im Laufe der Zeit auf etwa 200 °C angehoben werden, weil deutlich niedrigere Temperaturen die Ente zäh machen.

Darüber hinaus gilt die Faustregel:

Eine Stunde Garzeit im Backofen pro Kilogramm Gewicht des Vogels. Bei einer gefüllten Ente kommt eine gute halbe Stunde extra dazu. Tiefgefrorene Enten garen meist ein wenig schneller als ihre frisch geschlachteten Verwandten. Das liegt daran,dass ihr Fleisch durch das Einfrieren mürber wird und daher etwas zügiger fertig ist.

Eine weitere gute Möglichkeit festzustellen, wie sich die Ente im Backofen macht, ist die Nutzung eines Fleischthermometers: 72 °C Kerntemperatur sprechen für einen perfekten Gargrad. Zusätzlich könnt ihr die Backofentür öffnen, die heiße Luft entweichen lassen den Deckel des Römertopfes öffnen und mit einer Fleischgabel in die Keule stechen. Rutscht die Gabel leicht durch das Fleisch und ist heller Fleischsaft zu sehen, ist die Ente fertig.

Entenbrust tranchieren – so geht‘s

Sobald die Ente gar ist, könnt ihr euch an die nächsten Schritte auf dem Weg zum weihnachtlichen Entenbraten mit Soße und Beilagen machen. Was das Entnehmen der Füllung und das Zerlegen der Ente bedeutet: Einzelne Geflügelteile lassen sich später einfach leichter verteilen und besser essen. 

Auch diese Tranchiervariante könnt Ihr gern ausprobieren. 

Im ersten Schritt löst ihr die Keulen durch das Durchschneiden der Gelenke aus. Es folgen die Flügel, indem ihr das Flügelgelenk waagerecht bis zum Brustbein durch teilt.Danach zieht ihr mithilfe eines Tranchier- oder Kochmessers einen horizontalen Schnitt dicht am Brustbein entlang.

Anschließend könnt ihr die Entenbrust tranchieren, indem ihr das Fleisch vorsichtig von den Rippen trennt und in gleichmäßige Scheibe schneidet. Dabei ist darauf zu achten, dass der Schnitt von oben nach unten und in einem leichten Winkel vom Körper weg gemacht wird.

Nun löffelt ihr die Füllung aus der Ente und könnt euch an die Herstellung der Soße machen. Die Ententeile wärmt ihr, sobald alles andere fertig ist, kurz wieder im Backofen auf. Eine Grillfunktion leistet euch dabei gute Dienste, wenn das Fleisch zart und heiß, die Haut hingegen knusprig werden soll. Guten Appetit!