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Grießbrei mit Pflaumen

Grießbrei mit Pflaumen
  • Portionen : 4
  • Vorbereitungszeit : 5m
  • Kochzeit : 15m
  • Fertig in : 20m
 
  • 1 l Milch
  • 6 EL Weichweizen Grieß
  • 6 EL Zucker
  • 1 Stk Ei
  • 1 Glas Pflaumen
  • Salz
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Grießbrei ist hierzulande eine traditionelle Süßspeise, die schon die heutige Großelterngeneration aus der eigenen Kindheit kennt. Schön, dass es so etwas Gutes noch gibt: Grießbrei schmeckt nach Heimat, nach Geborgenheit und kann einen kleinen Glücksmoment bedeuten. Und den können wir doch alle gebrauchen, oder?

Zubereitung von Grießbrei mit Pflaumen

Milch aufkochen
Grieß verrühren
Eigelb einrühren
Mit Zucker abschmecken
Eiweiß steif schlagen
Pflaumen hinzufügen

Grieß: Was ist das eigentlich?

Im Supermarkt findet ihr sowohl Hartweizen- als auch Weichweizengrieß. Im Prinzip handelt es sich bei beiden Varianten um kleine Teilstücke des Getreides, die durch das Mahlen entstehen. Der Unterschied beider Weizengrieß-Varianten ist rasch erklärt: Während Weichweizengrieß relativ schnell zerkocht und der Speise so eine gewisse Sämigkeit verleiht, bleibt Hartweizengrieß beim Kochen länger fest.

Beim Maisgrieß handelt es sich um eine dritte Sorte, die unter anderem für Polenta verwendet wird.

Während für Grießbrei vor allem der Weichweizengrieß genutzt wird, ist der Hartweizengrieß meist die Grundlage für Nudeln und ähnliche Teigwaren.

Aus Grieß (oft aus einer Mischung beider Sorten) werden übrigens auch Grießknödel, Grießpudding oder Grießsuppe gemacht.

Ist Grießbrei eigentlich gesund?

Selbst schonend gemahlener Grieß enthält maximal 70% aller Vitamine und Mineralstoffe des Ausgangsgetreides. Damit kann leider nicht von einem echten Vollkornprodukt gesprochen werden. Und dennoch: Grieß punktet mit einem niedrigen Fettgehalt, dafür aber mit besonders vielen Proteinen und Ballaststoffen. Deshalb macht Grießbrei schnell satt, ohne dabei ein unangenehmes Völlegefühl zu erzeugen – sofern ihr es mit der Portionsgröße nicht übertreibt.

Für die Verdauung ist Grieß sogar besser als Vollkorngetreide, denn Magen und Darm kommen mit dem zerkleinerten Getreide besser klar als mit dem vollen Korn.

Grießbrei liegt also nicht besonders schwer im Magen, was ihn auch zu einem tollen Kindergericht macht: Auch die kleinen Esser merken sich sehr genau, welche Speisen schon einmal zu Bauchschmerzen geführt haben. Grießbrei wird kaum dazu zählen, zudem ist er richtig lecker. Wen wundert es da, wenn die Kinder immer wieder Lust auf Grießbrei haben?

Warum brennt Grießbrei an?

Dieser Umstand liegt nicht am Grieß, sondern an der Milch, die zum Kochen benötigt wird. Sicher kennt ihr das auch von Pudding oder Milchreis: Hat die Milch einmal gekocht, brennt sie im Nullkommanix an. Was ihr dagegen tun könnt? Die Hitze der Herdplatte deutlich verringern (notfalls die Platte komplett abschalten) und den Grießbrei gründlich (!) umrühren. Denn vor allem an den Topfrändern bildet sich schnell eine Kruste, die sich auch beim Spülen nur schwer wieder entfernen lässt.

Wie lange muss Grießbrei denn eigentlich kochen?

Weichweizengrieß ist prinzipiell ein schnell quellendes Produkt. Trotzdem braucht er einige Minuten, um vollständig weich zu werden. Während ihr ihn bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren weiterköcheln lasst, könnt ihr ihn natürlich immer wieder probieren und so auf die richtige Konsistenz testen.

Wie lange ist Grießbrei haltbar?

Auch in diesem Punkt unterscheidet sich Grießbrei kaum von anderen Milchprodukten: Fertig zubereiteter Grießbrei sollte zugedeckt im Kühlschrank gelagert werden und hält sich dort einige Tage. Häufig könnt ihr den Grießbrei sogar nach einer ganzen Woche noch genießen, das hängt allerdings von ganz individuellen Faktoren wie Milchart, Luftfeuchtigkeit und Kühlschranktemperatur ab. Verlasst euch also auf Nase, Augen und Zunge. Aber wahrscheinlich wird der leckere Grießbrei ohnehin nicht besonders viel Zeit im Kühlschrank verbringen, bevor er vernascht wird.

Was passt zum Grießbrei?

Fast immer wird Grießbrei als Süßspeise gereicht, die ihr natürlich beliebig kombinieren könnt. Die hier vorgestellte Variante mit eingelegten Pflaumen ist ein echter Klassiker und bietet sich natürlich besonders an, wenn ihr Obst aus dem eigenen Garten nutzen könnt. Aber eingelegte Pflaumen gibt es selbstverständlich auch im Supermarkt zu kaufen.

Alternativ bieten sich natürlich viele andere Sorten eingelegter Früchte oder Kompott als Beilage zum Grießbrei an, gerne aber auch Marmelade oder Konfitüre.

Grießbrei mit Zucker und Zimt ist eine andere, ebenfalls bekannte und verbreitete Art, dieses Dessert zuzubereiten. Zwar enthält die Zucker-Zimt-Mischung kaum nennenswerte Vitamine und Mineralstoffe, aber sie ist einfach himmlisch lecker und verführt zu der einen oder anderen kleinen Sünde.

Grießbrei kochen trotz Laktoseintoleranz?

Wer nach dem Genuss von Grießbrei Magenschmerzen bekommt, leidet in aller Regel nicht unter einer Getreideunverträglichkeit, sondern unter Laktoseintoleranz. Zwar gilt die Milch in einmal aufgekochtem Zustand als deutlich verträglicher (welche chemischen Prozesse dabei ablaufen, kann ich leider nicht erklären). Dennoch kommt es vor, dass einem der Grießbrei schwer im Magen liegt, daher biete sich ggf. für die Zubereitung eine Milch-Alternative an.

Laktosefreie Milch:

Hierbei handelt es sich um richtige Milch, der in einem industriellen Verfahren der Milchzucker entzogen wurde. Der Preis liegt wohl auch deshalb deutlich über dem für normale Vollmilch. Die Vorteile kann man aber auch nicht wegdiskutieren: Alle gesunden Inhaltsstoffe und positiven Eigenschaften der Milch bleiben erhalten und auch eine geschmackliche Veränderung ist kaum wahrnehmbar.

Sojamilch:

Soja gilt ja als das Fleisch der Vegetarier und findet wirklich fast überall Verwendung. Als Ersatz für Kuhmilch kennt man Sojamilch hierzulande bereits seit mehr als zwanzig Jahren. Da ihre Kocheigenschaften der Vollmilch sehr ähnlich sind, können viele Milchspeisen-Rezepte genauso gekocht werden wie bisher. Allerdings ist der Geschmack nicht mit Milch zu vergleichen – und eine Laktoseintoleranz wird oft auch von einer Sojaunverträglichkeit begleitet. In diesem Fall kann die Sojamilch natürlich keine Alternative sein.

Reis- , Dinkel- oder Hafermilch:

Auch zahlreiche Getreidearten lassen sich zu milchähnlichen Getränken verarbeiten. Der Hauptbestandteil dieser Flüssigkeiten ist freilich Wasser, aber sie enthalten auch die wertvollen Inhaltsstoffe des Getreides. Geschmacklich sind deutliche Unterschiede festzustellen: Hafer- und Dinkelmilch lassen ein eindeutig „getreidiges“ Aroma erkennen, während Reismilch vor allem mit einer natürlichen Süße punktet. Diese entsteht durch die Reis-Fermentation und bedeutet, dass man bei der fertig gekochten Mahlzeit weniger Süßungsmittel benötigt.

Auch die hier benannten Sorten der Getreidemilch lassen sich wie Vollmilch behandeln und weisen ähnliche Kocheigenschaften auf. Diese Information habe ich allerdings von den Herstellern der Getreidemilch übernommen und noch nicht selber versucht, mit Getreidemilch zu kochen.

Fazit

Ob ihr auch mit Mandelmilch kochen könnt, käme vielleicht auf einen Versuch an. Ich halte dieses Produkt aber für zu edel und zu teuer dafür und möchte es daher nicht als simplen Milchersatz empfehlen.