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Schnitzel Hamburger Art

Schnitzel Hamburger Art
  • Portionen : 4
  • Vorbereitungszeit : 20m
  • Kochzeit : 15m
  • Fertig in : 40m
 
  • 4 Scheiben Schweineschnitzel
  • 3 Stk Eier
  • 300 g Mehl
  • 300 g Semmelbrösel
  • 2 Stk Zitronen
  • 100 ml Öl zum braten
  • 4 Stk Sardellenfilets
  • Salz
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Ein Brötchen, eine gegrillte Scheibe Rindfleisch, Salat, Tomatenscheiben, wahlweise Käse – Deckel zu: Der Hamburger ist fertig. Der Kult-Klassiker und Verkaufsschlager weltweit erfährt im Schnitzel Hamburger Art eine liebevolle Hommage, die sich den wichtigsten Komponenten der Fast Food Standards oder aber der norddeutschen Stadt widmet. Was das Schnitzel angeht, müsst ihr kaum etwas beachten, denn es wird eigentlich genau so zubereitet wie das Schnitzel Wiener Art oder das Schweineschnitzel mit der Rosmarin-Majoran Panade.

Der feine, geschmackliche Unterschied: Ihr arbeitet mit einer ganz normalen Semmelbrösel-Panade. Für die Hamburger Art platziert ihr ein gebratenes Spiegelei direkt auf dem Schnitzel und fügt als Schmankerl dem Gericht noch Sardellenfilet hinzu. Na, läuft bereits das Wasser im Munde zusammen und ihr wollt unbedingt mehr über das Hamburger Art erfahren? Dann seid ihr hier genau richtig.

Zubereitung:

Der Fleischer kann´s
Schweineschnitzel vorbereiten
Panade vorbereiten
Schnitzel in der Pfanne braten

Wie halte ich Schnitzel länger warm?

Möchtet ihr für Freunde und Familie eine große Menge zubereiten? Dann erwärmt den Ofen auf etwa 80 Grad, legt Küchenpapier auf das Rost und die fertig gebratenen Scheiben bleiben warm, ohne dabei trocken zu werden. Das überschüssige Öl kann auf dem Küchenpapier wunderbar abtropfen und die Panade bleibt dabei schön kross.

Wer hat das Schnitzel Hamburger Art eigentlich erfunden?

Es ist nahezu aussichtslos, einen bestimmten Erfinder oder ein Datum festzumachen, geschweige denn einen Ausgangspunkt für das Schnitzel Hamburger Art zu finden. Es ist vielmehr als Liaison aus deutscher und Wiener Esskultur und einem Hauch Rustikalität zu verstehen. Wobei gerade das Spiegelei ganz wenig mit einem Hamburger an sich zu tun hat. Woran mag das liegen? Wohl daran, dass dieses Rezept auf eine der beliebtesten norddeutschen Städte verweist. Im Hinblick auf die unterschiedlichen Gerichte und Schnitzelvarianten haben sich doch recht kuriose Kreationen eingebürgert, wie zum Beispiel das Zigeunerschnitzel oder das Jägerschnitzel. Was diesen Gerichten gemeinsam ist, sie vereinen in sich gewisse Vorgaben in der Zusammensetzung.

Was wissen wir über die Herkunft?

Zur ersten Prägung des Begriffs kam es im 19. Jahrhundert in Österreich. Wobei hier einzig und allein auf Kalbsfleisch und ein besonders zartes Stück Bezug genommen wurde. Ein paniertes Kalbsschnitzel wird aus diesem Grund auch traditionell als Wiener Schnitzel bezeichnet, wohingegen zum Beispiel die Piccata Milanese auf eine typisch italienische Zubereitung und eine besondere Marinade aus Hartkäse und Semmelmehl verweist. Traditionell wurde dieses zarte Schnitzel nach italienischer Tradition mit Makkaroni serviert.

Welches Fleisch für ein perfektes Schnitzel?

Eine Voraussetzung für ein schmackhaftes Schnitzelgericht bleiben das Fleisch und die korrekte Zubereitung. Haben Hobbyköche den Dreh erst einmal heraus, gelingt das Fleisch saftig und schmeckt einfach köstlich und unwiderstehlich. Zu den größten Fehlerquellen gehören:

  • das Braten,
  • die Auswahl vom Fleisch,
  • der Zuschnitt und die
  • Vorbereitung

Hier müsst ihr penibel die Schritte einhalten, wollt ihr auf eurem Schnitzel nicht wie auf einem Stück Leder kauen.

Warum Schnitzel vor dem Braten klopfen?

Im Prinzip ist ein Schnitzel ein dünn geschnittenes Stück, das vollkommen ohne Knochen auskommt und zusätzlich in der eigenen Küche mit einem Fleischklopfer oder mit einem Plattiereisen nochmals geklopft wird. Achtet darauf, dass ihr euer Fleisch gleichmäßig klopft. Für alle diejenigen, die sich fragen, warum die Scheibe so sonderbar behandelt wird, hier die Antwort: Durch das Klopfen brechen die Muskelfasern auf, was wiederum das Fleisch zarter macht.

Was steckt hinter den Schnitzelvariationen?

Das Fleisch ist für die unterschiedlichen Bezeichnungen und Varianten eher zweitrangig. Es sind die Zubereitungsart sowie die jeweilige Sauce, die es dazu gibt. So serviert man das Jägerschnitzel mit Pilzsauce, das Holsteiner Schnitzel mit Spiegelei und Zwiebeln, das Schnitzel Hawaii mit Käse und Ananas und das Schnitzel Hamburger Art wiederum mit einem Spiegelei und in diesem Rezept mit Sardellenfilet – Schicht für Schicht.

Das Geheimnis eines perfekten Schnitzels

Beim Schnitzel Hamburger Art habt ihr es mit einer rustikalen Hauptspeise zu tun, die nicht zwangsläufig auf Kalbfleisch setzt. Hier kommt das Fleisch vom Schwein. Ein perfektes Schnitzel ist eine Kombination aus einer krossen Panade und hervorragender Qualität sowie Festigkeit des Fleisches.

So gelingt die Panade für ein Schnitzel

Tatsächlich macht die Panade den Unterschied. Bereitet euch zu allererst eine Panierstation vor.

  1. In einen Teller gebt ihr Mehl,
  2. den Zweiten verquirltes Ei und
  3. in den dritten Semmelbrösel.

Es empfiehlt sich die Semmelbrösel immer selbst herzustellen, dann entfalten Sie ein ideales Aroma. Schließlich könnt ihr nicht wissen, wie lang die fertigen Semmelbrösel bereits gelagert wurden. Nun gebt euer Schnitzel zuerst in das Mehl, dann in das Ei und schlussendlich in die Semmelbrösel. Die Panade sollte ordentlich fest gedrückt werden. Andernfalls wird das Fleisch sehr schnell ausbacken und trocken werden. Die zweite Fehlerquelle fällt auf die Temperatur. Die optimale Temperatur liegt bei 170°, dann ist das Fett heiß genug.

Heißer Tipp: Taucht einen feuchten Holzspieß einfach in das erhitzte Fett. Schlägt es Bläschen, ist es perfekt. Legt ihr das Fleisch in zu kaltes Fett, wird das Fleisch zäh und trocken. Ist das Fett zu heiß, steigt die Gefahr einer zu dunklen Panade.

Fazit:

Das perfekte Schnitzel Hamburger Art setzt sich aus Spiegelei und dem klassischen Schnitzel sowie einer kross luftigen Panade zusammen. Optimale Qualität bekommt ihr beim Fleischer, der die Fleischscheiben gleichmäßig zuschneiden wird. Dieses Rezept wird über vier Sardellenfilets nochmals aufgepeppt und erhält eine frische Note über die Zitronen. Hierfür solltet ihr ausschließlich Bio Zitronen verwenden. Diese geben ihr Aroma an das gesamte Gericht ab. Wir empfehlen, Eier aus kontrollierter Tierhaltung zu verwenden, denn nur glückliche Hühner liefern leckere Spiegeleier für euer Schnitzel Hamburger Art.

Dazu serviert man Gurkensalat und Bratkartoffeln.

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