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Selbstgemachtes Tomatenpesto – fruchtig und herzhaft zubereitet

Tomatenpesto
  • Portionen : 1
  • Vorbereitungszeit : 20m
  • Fertig in : 20m
 
  • 300 g eingelegte getrocknete Tomaten
  • 150 g Parmesankäse
  • 50 g Pinienkerne
  • 1 Stk Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 0.5 Bund Basilikum
  • 2 Zweige Petersilie
  • 6 Zweige Oregano
  • 5 EL schwarzer Balsamico Essig
  • 5 EL Olivenöl
  • 5 EL Sonnenblumenöl
  • Salz/Pfeffer
Berechne die Mengen für Portion(en)

Pesto muss nicht unbedingt grün sein. Der Begriff bedeutet nämlich übersetzt so viel wie „zerstampfen“ und beschreibt lediglich die Art, wie die Soße hergestellt wird. Eine besonders leckere Variante ist das Tomatenpesto, das in nur 20 Minuten zuzubereiten ist und zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe enthält.

Zubereitung eines würzigen Tomatenpesto

Pinienkerne anbraten
Tomaten schneiden
Kräuter und Gemüse schneiden
Pürieren
Parmesan unterheben
Würzen und abschließend pürieren
Abschmecken

Wie lange ist das Tomatenpesto haltbar?

Normalerweise hält sich selbst gemachtes Pesto knapp eine Woche, sofern es im Kühlschrank in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt wird. Am besten gebraucht man auch einen sauberen Löffel, um es auf die Nudeln zu geben. Bereits genutztes Besteck ist schließlich voll von Keimen, die sich im Glas vermehren und die Haltbarkeit herabsetzen würden. Länger konservieren kann man das Pesto außerdem, wenn man es bis oben hin mit Öl bedeckt. Wer es dagegen gleich über mehrere Monate hin verwenden möchte, friert es einfach in mehreren Portionen ein.

Was gibt es bei den Zutaten zu beachten?

Theoretisch kann man sowohl getrocknete als auch frische Tomaten verwenden. Allerdings sind Erstere für Soßen besser geeignet. Immerhin enthalten sie weniger Flüssigkeit und schmecken somit intensiver. Übrigens sollten Sie die Pinienkerne und den Parmesan unter keinen Umständen weglassen. Die beiden Zutaten sorgen nämlich nicht nur für zusätzliche Aromen, sondern reduzieren auch die Schärfe des Knoblauchs.

Wie gesund ist Parmesan?

Er wird angehimmelt und gilt als edel und Krönung seiner Art. Ja, der Parmesan ist der König unter den Käsesorten. Meist geht ein dermaßen köstlicher Geschmack mit ungesunden Inhaltsstoffen einher. Nicht so beim Parmesan! Verzehrt man ihn in Maßen ist er sogar ziemlich gesund. So senkt er beispielsweise den Blutdruck, wie italienische Forscher 2012 herausfanden. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Tripeptiden, die in Ihrer Wirksamkeit ähnlich effizient sind wie blutdrucksenkende pharmazeutische Medikamente. Der Effekt trat auf, nachdem die Probanden acht Wochen lang jeden Tag ca. 30 Gramm des Käses verzehrt hatten.

Darüber hinaus dürfen den Parmesan auch Schwangere verzehren. Normalerweise rät man ihnen ja vom Genuss von Rohmilchkäse ab, da er Listerien-Bakterien enthält. Allerdings wird die Milch bei der Herstellung dermaßen stark erhitzt, dass alle Schädlinge bis auf die an der Rinde absterben. Die schneiden Sie dann einfach ab und waschen sich danach am besten die Hände.

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dürfen Sie den Parmesan selbst trotz einer Laktoseintoleranz essen. Schließlich reift der Käse so lange, dass am Ende so gut wie keine Laktose mehr enthalten ist.

Vertreibt Basilikum Dämonen?

Nichts lieben die italienischen Köche mehr als ihr Basilikum. Sie würzen damit zahlreiche Gerichte wie Pasta, Pizza oder Aufläufe. Und es waren auch sie, die den Rest der Welt zu der Pflanze bekehrten. Ihren Ursprung hat sie jedoch im alten Ägypten, wo man sie verwendete, um Dämonen und böse Geister zu vertreiben. Geblieben ist von diesen Superkräften nichts. Doch schreibt man dem Basilikum auch heute noch viele Wunderwirkungen zu. Er enthält beispielsweise reichlich Kalzium, das den Zähnen und Knochen zugute kommt. Zudem befinden sich in der Pflanze große Mengen an Vitamin K, das den Stoffwechsel der Knochen verbessert und für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem sorgt, indem es die Arterien frei spült und so Ablagerungen reduziert.

Für die Atmung ist das Basilikum ebenfalls gut. Immerhin lösen die ätherischen Öle Schleim und bekämpfen Bakterien. So lindern die Blätter bei Heuschnupfen oder Asthma die Beschwerden und führen zu einer besseren Lungenfunktion.

Und gerade bei multiresistenten Bakterien, gegen die Antibiotika scheitern, kann die Pflanze Abhilfe schaffen.

Entzündungen hemmt sie übrigens ebenfalls. Dies sogar bei chronischen Krankheiten wie beispielsweise Multiple Sklerose, Rheuma oder Diabetes.

Weitere Beschwerden, die das Basilikum abschwächt, sind
Depressionen-Migräne-Hautkrankheiten-Gelenkschmerzen

Wie baue ich Basilikum selbst an?

Frisch schmeckt meist am besten. Das gilt auch für Basilikum. Wenn Sie die Pflanze daher selbst anbauen möchten, verraten wir Ihnen hier, wie das geht:

Die Aussaat: Bei den Samen handelt es sich um Lichtkeimer. Sie müssen daher lose oben in der Erde liegen, ohne von ihr bedeckt zu sein. Die idealen Temperaturen betragen dabei ca. 18 – 22°. 16° sollten unter keinen Umständen unterschritten werden. Auch muss die Erde ständig feucht sein.

Die Aufzucht: Besonders gut wächst die Pflanze, sofern Sie sie düngen. Hierfür können Sie auch Kompost verwenden. Was Sie dagegen überhaupt nicht gut verträgt, sind feuchte Blätter. Beim Gießen sollten Sie daher aufpassen, dass das Wasser lediglich auf die Erde tropft

Die Ernte: Ernten lässt sich Basilikum mehrmals im Monat. Dafür schneiden Sie einfach ein paar der Blätter ab. Zu viele dürfen das allerdings nicht sein, da die Pflanze sonst Gefahr läuft, einzugehen. Am besten pflücken Sie nur, was Sie sofort verbrauchen, da das Gewürz nicht lange haltbar ist und schnell nach nichts mehr schmeckt. Übrigens: Waschen Sie die Blätter nicht! Sie verlieren dann nämlich an Aroma.

Warum sind Pinienkerne so teuer?

Das hängt mit der sehr aufwändigen Zucht und Ernte zusammen. Schließlich sprießen die Kerne auf den Pinien erst, wenn sie knapp 3 Jahre alt sind. Bereits in der kurzen Zeit wachsen die Bäume auf eine stolze Höhe an und werden auch bis zu 20 – 30 m hoch. Die Erntehelfer klettern dann in die Kronen und ernten dort die Kerne. Wert sind sie das allemal. Sie schmecken immerhin köstlich und gesund sind sie ebenfalls. Sie enthalten beispielsweise hohe Anteile an Vitamin A, das vor allem für das Sehen wichtig ist. Darüber hinaus hat es auch einen Effekt auf die Haut. Nehmen wir viel von dem Vitamin zu uns, wird sie gestrafft und sieht jünger aus. Auch ist sie dann besser gegen Bakterien geschützt und man wird seltener krank.

In den Pinienkernen finden sich außerdem hohe Anteile an B Vitaminen, die am gesamten Stoffwechsel beteiligt sind und dafür sorgen, dass wir ausreichend Energie haben. Besonders hervorzuheben ist das B3, besser bekannt als Niacin. Es hat einen antioxidativen Effekt, der für die Regenration der Muskeln und Nerven wichtig ist.

Übrigens sollten Sie die Kerne möglichst schnell verzehren. Sie sind nämlich nur sehr kurz haltbar.

Fazit:

Ja, das Tomatenpesto selbst zu machen, ist deutlich teurer, als es fertig zu kaufen. Dafür ist das Ergebnis jedoch auch um Welten besser und das Geschmackserlebnis weit intensiver. Zumal ist der Aufwand mit 20 Minuten sehr gering und das Rezept damit auch für diejenigen interessant, die nur wenig Zeit zum Kochen haben.