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Soljanka

Soljanka
  • Portionen : 8
  • Vorbereitungszeit : 20m
  • Kochzeit : 40m
  • Fertig in : 1:10 h
 
  • 300 g Rindlfleisch (Tafelspitz)
  • 300 g Rinderhack
  • 1 Dose Pustasalat
  • 9 Stk grüne Oliven
  • 2 Stk rote Paprika
  • 150 g Jagdwurst
  • 150 g Krakauer
  • 150 g Salami
  • 1 Stk gr. Salzdillgurke
  • 3 Stk Gewürzgurken
  • 1 TL Senf
  • 3 Stk Zwiebeln
  • 15 EL Tomatenmark
  • 1 EL Kartoffelmehl
  • 15 l heißes Wasser
  • Öl
  • Salz/Pfeffer
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Leicht zuzubereiten ist die Soljanka, welche auch unter der Bezeichnung Inventursuppe bekannt geworden ist, nicht. Zahlreiche Zutaten sind dafür nötig und die Kochzeit beträgt zudem insgesamt eine knappe Stunde. Doch lässt sich das Ergebnis allemal sehen. Immerhin schmeckt dieses traditionelle Gericht gut und ist sogar auch noch gesund. Besonders Nostalgiker, die in der DDR aufgewachsen sind, kommen hier auf ihre Kosten.

Zubereitung der Soljanka

Rindfleisch und Wurst schneiden
Gemüse schneiden
Jetzt kommt die rote Farbe in die Suppe
Hackfleischbällchen zubereiten
Rindfleisch und Wurst anbraten
Gemüse anschwitzen und Rest hinzugeben
Soljanka würzen
Hackfleischbällchen kochen
Abschmecken und Hackfleischbällchen rein

Warum war Soljanka in der DDR so beliebt?

Wie es der Namen schon andeutet, stammt die Soljanka aus Russland. In Deutschland wurde die scharfe, säuerliche Suppe vor allem während der DDR bekannt. Das Gericht ist nämlich besonders gut für harte Zeiten geeignet, in denen Nahrungsmittel knapp sind. Schließlich erlaubt es das Rezept, kreativ zu werden und Zutaten wegzulassen oder neue hinzuzufügen. Zumal hatte man damals die Bestandteile wie Speck, Zwiebeln oder Gurken ohnehin schon zu Hause liegen und in der Soljanka wurden einfach die Reste verwertet, anstatt dass man viel Geld für ein aufwändigeres Gericht investieren musste.

Wie wird die Soljanka angedickt?

Besonders lecker ist die Suppe, wenn sie schön dickflüssig ist. Um sie an zu dicken gibt man 2 Teelöffel Speisestärke in ein Glas, die in etwas Wasser aufgelöst wird. Wichtig ist dabei, dass es sich um kaltes Wasser handelt, weil das Pulver andernfalls klumpt. Nun rührt man das Glas mit einem Löffel um, bis sich die Stärke mit dem Wasser verbunden hat. Die Lösung wird dann nach und nach in die Soljanka gegossen und dabei mit einem Löffel untergerührt. Danach kocht man die Suppe ein letztes Mal auf und sie ist dann deutlich dickflüssiger.

Die Soljanka ist zu scharf – was soll ich tun?

Schnell ist es passiert: Ein, zwei Prisen Pfeffer zu viel und die Suppe ist scharf und ungenießbar. Wegschmeißen muss man sie dennoch nicht. Immerhin lässt sich die Soljanka mit einem der folgenden Tricks wieder schmackhaft machen. Geeignet ist hierfür etwa Honig. Gibt man einen Teelöffel davon in den Topf, wird das Gericht weniger scharf. Brühe, Sahne oder Wein haben denselben Effekt. Sie funktionieren, indem sie die Soljanka strecken und die Schärfe binden. Allerdings führen beide Arten dazu, dass der Geschmack verändert wird.

Alternativ dazu kann man auch einfach mit einem Schöpflöffel das oben schwimmende Fett entfernen. Mit ihm verbinden sich nämlich die scharfen Partikel, sodass beim Abschöpfen ein großer Teil davon verschwindet. Ein Geheimtipp sind Kartoffeln oder Möhren. Sie funktionieren sowohl gegen zu viel Salz als auch zu viel Schärfe und werden unter dem Kochen in die Suppe gelegt. Davor werden sie geschält und in Stücke geschnitten. Sobald die Soljanka fertig ist, entfernt man sie wieder.

Was ist eine Krakauer?

Gerade auf Weihnachtsmärkten oder der Kirmes ist sie nicht mehr wegzudenken – die Krakauer. Dabei hat die Wurst, die im polnischen Krakau erfunden wurde, eigentlich eine weit edlere Herkunft. Erfunden wurde sie nämlich ursprünglich als  Spezialität für Könige und Edelleute. Und da für solch hohes Volk nur die besten und kreativsten Köche arbeiteten, ließen zahlreiche Variationen nicht lange auf sich warten. So wird die Wurst hierzulande meist gebraten und mit Beilagen wie Kartoffelsalat angeboten. In Polen existieren dagegen viele unterschiedliche Abwandlungen. Beispielsweise verwendet man die Wurst dort auch als Füllung für Pfannkuchen, in Suppen oder in Aufläufen.

Die verschiedenen altpolnischen Rezepte selbst auszuprobieren, ist sogar für diejenigen ratsam, die sich bewusst ernähren. Immerhin stecken in der Krakauer gesunde Zutaten. Meist besteht sie aus 80 % fettarmem Schweinefleisch und 20 % magerem Rind. Dem wird dann noch Salz, Koriander und Kümmel beigemengt. Für einen intensiveren Geschmack werden die Würste übrigens auch geräuchert angeboten.

Was ist Pusztasalat?

Das Leben ist schwer in der Puszta. Weil die Osmanen hier alle Bäume rodeten, um Waffen für ihr Heer herzustellen, wurde das Gebiet mit seiner üppigen Vegetation schnell zur Steppenlandschaft. Und bald war die Nahrung knapp, da die Böden kaum noch genug Ressourcen für den Ackerbau hergaben. Deswegen erfanden die Ungarn den Pusztasalat. Ohne ihn wäre man in einer solchen Gegend schnell aufgeschmissen. Schließlich enthält er zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe, die durch das Einmachen lange haltbar sind und somit aus anderen Gebieten importiert werden konnten.

Angeboten wird der Salat in so ziemlich jedem Lebensmittelgeschäft. Allerdings ist er auch sehr leicht selbst zuzubereiten.

Aus diesen Zutaten besteht der Pusztasalat

Die Hauptzutaten sind hierfür: Gurken, Paprika, Karotten, Sellerie, Zwiebeln und Weißkohl. Wie viel man davon verwendet, bleibt den eigenen Vorlieben überlassen. Zudem benötigt man Zucker, Salz, Pfeffer, Öl, Gewürzgurken und Weißweinessig. Im ersten Schritt raspelt man alles Gemüse bis auf die Zwiebel klein. Letztere wird dann einfach mit dem Messer geschnitten. Dann kommt Essig (6 EL), Öl (1 EL), Salz, Pfeffer und Zucker (3TL) mit dem Gemüse in den Topf und köchelt 5 Minuten. Daraufhin gibt man das Gemüse in ein Glas und verschließt es.

Sind Gewürzgurken gesund?

Wer sich schon einmal gefragt hat, weswegen Gewürzgurken so viel kleiner sind als normale, kriegt hier die Antwort: Sie werden geerntet, bevor sie reif sind. Aber enthalten sie deswegen auch weniger Nährstoffe? Ja, im Vergleich zu normalen Gurken sind sie weniger gesund. Dies hängt aber nicht mit der Reife zusammen, sondern wird der Gewürzgurke ein Sud aus Essig beigemengt, der einige der gesunden Inhaltsstoffe neutralisiert. Allerdings passiert das in so geringer Menge, dass es fast keinen Unterschied ausmacht.

Somit liefert auch die Gewürzgurke noch große Mengen an Vitamin C und Wasser. Außerdem besteht der Sud meist aus einer Mischung aus u.a. Senfkörnern, Zwiebeln und Dill, die selbst wiederum zahlreiche gesunde Effekte haben.

Gewürzgurken selbst einlegen

Um sicherzustellen, dass auch wirklich keine ungesunden Stoffe in der Gewürzgurke enthalten sind, kann man sie ebenso selbst einlegen. So funktioniert das:

Die Gurken sollten maximal 8 cm lang sein

Den grünen Stumpfen entfernen

Über 12 Stunden in Salzwasser einlegen

Das Wasser abgießen und pro Kg Gurken knapp 300 Milliliter Wasser, 120 Gramm Zucker, 1 EL Salz und 240 Milliliter Essig aufkochen, mit dem die Gurken übergossen werden

Zusätzlich noch Pfeffer, Dill und Senfkörner in das Gemisch geben und es gut in einem Glas verschließen

Fazit

Die internationale Küche Italiens, Amerikas und Griechenlands ist in Deutschland bestens bekannt. Da kommt die Soljanka sehr gut gelegen. Sie führt nämlich Arten des Geschmacks und der Kombination von Lebensmitteln ein, die für viele neu sein werden. Wer die Zubereitung dennoch wagt, wird mit einem der köstlichsten Kulturgüter Russlands belohnt.

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