Was ist ein Baguette?

Für viele mag diese Frage anfänglich wohl etwas trivial wirken. Dabei haben sich die wenigsten damit beschäftigt, was wir eigentlich unter einem Baguette verstehen. Dieses Brot führt uns zurück in das Französische und kann mit Stäbchen übersetzt werden. Im deutschen Sprachraum ist vom Pariser Weißbrot die Rede, das eine besonders grobe Krume aufweist und auch in seiner Textur äußerst ungleichmäßig und kräftig aromatisch erscheint.

Ob leicht, herzhaft, pikant oder süß: Die Möglichkeiten für die Beilagen und für die Verwendung sind äußerst vielseitig. Hier in diesem Rezept agiert das Baguette vielmehr als großes Brötchen. Es kann jedoch auch zur Suppe oder zu mediterranen Speisen sowie zu scharf Pikantem als Beilage und Neutralisator gereicht werden. Die folgenden Formen und Arten lassen sich unterscheiden:

  • Baguette: 240 bis 310 Gramm
  • Flûte (Flöte): doppelte Länge, aber schmaler
  • Pain (Brot): 400 Gramm
  • Ficelle (Faden): länger und dünner
  • Demi-Baguettes: Form eines Sandwich-Brötchens
  • Boule (Ball): rundes Brötchen
  • Bâtard (Bastard): Restteig (ca. 30 cm Durchmesser)

Doch Frankreich den gesamten Erfolg in die Schuhe zu schieben, wäre nicht ganz gerecht, denn eigentlich kommt das erste Baguette aus Wien. Hier wurde es im 19. Jahrhundert aus dem Dampfofen gezogen und erst von einem österreichischen Bäcker in Paris kreiert. Dieser historische Ursprung hat auch mich überrascht, sodass die weiße Kruste fortan als österreichisch-französische Liaison angesehen wird.


Kommentieren

author
Von: Peter Seher
Newsletter

 



Werbung

Werbung

© Herdzeit.de | Impressum | Datenschutzerklärung